Was für ein Theater

editorialEigentlich muss man sagen: Was für ein tolles Theater. Denn das erneute Knacken der 100.000-Besucher-Marke in einer Spielzeit ist ja ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass das Angebot stimmt und auch genutzt wird. Statistisch gesehen waren mehr als die Hälfte der Einwohner von Stadt und Landkreis Lüneburg einmal in der Spielzeit im Theater. In diesem Theater, muss man sagen, denn mit dem Theater im e.novum und zahlreichen anderen Initiativen, die insbesondere durch die Kulturbäckerei Auftrieb bekommen haben, ist das Angebot in Lüneburg sehr vielfältig.
Apropos Vielfalt: Lüneburgs musikalische Vielfalt fand mal wieder so richtig Gehö beim Stadtfest, das wieder fast ausschließlich von Lüneburgern für Lüneburger gestaltet wurde. Ein tolles Programm mit vielen Facetten – die obligatorischen Regenschauer konnten den Lüneburgern die Feierlaune vor den Bühnen nicht nehmen. Farbtupfer im Angebot: Die Glockenstraße wurde von den Willkommensinitiativen zur „Straße der Begegnung“. Für weitere Farbtupfer sorgten die unzähligen roten Rosen, die Lüneburgs neue Rosenkönigin Theresa (Gotthardt) unters Volk brachte.

Ganz in Feierlaune sind auch die Bevenser, drei Tage lang feierten sie ihr neues Kurhaus – mit Wandelbühne für Saal- und Open-Air-Veranstaltungen bestens ausgestattet, wird die Region um viele neue Angebote reicher. Weitergefeiert wird in Bad Bevensen auf dem Stadtfest (29.-31.7.) und beim Töpfermarkt (27./28.8.).

Bei der näheren Betrachtung des Terminkalenders fällt auf, dass es eine ständig wachsende Zahl an Open-Air-Veranstaltungen gibt, neben den traditionellen wie Heideblütenfesten in Amelinghausen und Wittorf etablieren sich zunehmend auch Musikfeste unter freiem Himmel. Den Reigen eröffneten Sir Elton John, Roland Kaiser und die halbe Deutsch-Rock-Szene beim Uelzen OpenR, es geht weiter mit Seedorf, Tönnhausen (Tönnhafen), Ventschau (e-Ventschau), Marschacht (Rockheart) und der Neuau age des Vier-Tage Kultur- und Musikfestivals „A Summer’s Tale“ auf dem Tur- niergelände in der Westergellerser Heide.

Man hat also die Qual der Wahl – wie gerade auch die jungen Leute, die einen Ausbildungsplatz suchen. Für alle, die 2017 die Schule verlassen oder ein Studium abschließen werden, tun sich viele Möglichkeiten auf. Eine ganze Reihe interessanter Angebote zum Thema Karriere findet Ihr auf sechs Seiten ab Seite 42.

Weitere Qual der Wahl steht uns am 11. September bei der Kommunalwahl in Nie- dersachsen bevor. Da gilt es diesmal besonders, von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen und die Kreuzchen an den Stellen zu setzen, an denen nicht einfache Parolen, sondern demokratische Inhalte angeboten werden.
Qual nach der Wahl haben sich nun die Insulaner mit ihrem Brexit-Votum auf den Hals geholt, kritische Stimmen befürchten gar, dass das auch der Anfang vom Ende des „Vereinigten Königreiches“ sei. Bleibt zu hoffen, dass das Vakuum nicht mit „unreifen“ Kandidaten aufgefüllt wird.
Trotz alledem: Wir wünschen allen eine wunderschöne erholsame Sommerzeit, lasst die Seele baumeln, erfreut Euch an den vielen Angeboten… und setzt ein Lächeln auf!
Eure stadtlichter