Maskenball

editorial

Ja, zugegeben, das Shoppen mit Maske macht (noch) nicht so richtig Spaß, aber so langsam gewöhnt man sich dran. Und für den Notfall haben wir sogar schon die Einmal-Papierversion zwischen den Geldscheinen deponiert… wir wollen ja schließlich nicht schon an der Security hängen bleiben. Etwas, was schon zu Disco-Zeiten prima geklappt hat, soll nun nicht beim Brötchen holen scheitern. Man kann dem Maskenball auch eine sympathische Variante abgewinnen, denn was ist schöner, als Leute, die man trotz Maske erkannt hat, beim Einkauf mit Namen zu begrüßen – um sie dann im Regen stehen zu lassen, weil sie uns auf die Schnelle gar nicht erkannt haben. Übrigens, sollte Euer Gegenüber mal ein vermeintlich asiatisches Aussehen haben, so liegt‘s nicht etwa an der in China hergestellten Maske, sondern an seinem Lächeln unter der Maske… probiert es mal vor Eurem Spiegel. So kann man sich das Dilemma versüßen und wieder neuen Spaß beim Einkaufen gewinnen…

Dass wir so langsam wieder zu mehr Normalität zurückgekehrt sind, lässt sich besonders daran erkennen, dass sich schon wieder Staus auf den Zufahrtsstraßen bilden und die Touris wieder um die Ecken schauen – wenngleich auch noch zaghaft.  Am 16. März gab Lüneburgs Landrat den ersten am Coronavirus Erkrankten bekannt, kurz vor Druck dieses Magazins am 22. Mai kam von ihm die erlösende Botschaft „Der Landkreis Lüneburg ist coronafrei“, hat also keinen aktuell Erkrankten mehr. Gleichwohl sind die immensen Auswirkungen der Pandemie, der Stillstand des öffentlichen Lebens in nahezu allen Bereichen, zu spüren – viele leiden, viele werden auf der Strecke bleiben. Nicht wegen der Einschränkungen, sondern wegen der in Schwere und Verbreitung nicht einzuschätzenden Krankheit.  Mit aller gebotenen Vorsicht arbeiten auch wir weiter daran, den Wunsch unserer Leser nach Information, Unterhaltung und Abwechslung zu bedienen – gleichwohl überholen uns trotz sorgfältiger Themenauswahl immer wieder die Ereignisse, erst im Negativen, nun zum Glück auch schon wieder im Positiven. Also lasst uns gemeinsam mit genügend Distanz die steigende Zahl der Dinge genießen, die wieder möglich sind. Darunter insbesondere die Freizeitaktivitäten, die kreativen Ideen der Kulturschaffenden, die köstlichen und geselligen Angebote der heimischen Gastronomen.

In diesem Sinne wünschen wir Euch einen schönen und coronafreien Monat Juni – bleibt gesund und munter!

Eure stadtlichter