Krank.

editorial

Gefühlt ist nahezu an allen wichtigen Stellen jemand krank. Grippe schüttelt Lokführer und Bürokraten, Lehrer und Personaler. Sieht man die Berichte zu Feinstaub und Stickoxiden, mag man schon allein vom Lesen krank werden. An krank denkt man auch spontan, wenn man Bilder aus dem umkämpften Syrien sieht oder Vorschläge von einem der mächtigsten Männer der Welt hört, man brauche in den USA wieder Militärparaden und könne amoklaufenden Schülern Einhalt gebieten, in dem man die Lehrer bewaffnet. 3,5 Millionen Lehrer an allgemeinbildenden Schulen gibt es in den USA, das macht dann einen Auftrag von 3,5 Millionen Dienstwaffen… ein Schelm, wer Böses denkt. Genug der Krankheiten. Kommen wir zu Erfreulichem: Der bisher in Enthaltsamkeit lebende Norden – nein, nicht die Fastenzeit ist gemeint – wird nach dem Willen der Politik in den drei Nordländern Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg einen zusätzlichen Feiertag bekommen. Glück wäre es dann, wenn alle drei den gleichen nähmen… vor allem für die Pendler. Und die Zeichen stehen gut für den Reformationstag, schließlich haben wir alle beim intensiven Praxistest im vergangenen Jahr nur gute Erfahrungen mit dem 31. Oktober gemacht. Auch als Katholik. Noch eins: Am 25. März scheiden sich wieder die Geister in Frühaufsteher und Schlafmützen: Zeitumstellung. Die Uhr um eine Stunde vor. Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass irgendwann die Sommerzeit in ganz Europa bleibt. Auch wenn Winter ist. Mit „Lüneburg bewegt sich“ steht der nächste Verkaufsoffene Sonntag am 4. März mal wieder unter einem neugierig machenden Motto – konkret geht es um Elektro-Mobilität, über die man sprichwörtlich in den Fußgängerbereichen stolpern wird.

Apropos Fußgänger: Zwei interessante neue Stadtführungen hat das Stadtmarketing jetzt im Angebot, der Scharfrichter gibt im Rahmen einer Themenführung einen Einblick in seine nachhaltige Tätigkeit im mittelalterlichen Lüneburg, und mit dem Titel “Raus aus dem Korstett”, als tagesaktuelles Thema zum Frauentag am 8. März, beleuchtet Verena Fiedler die Rolle der Frau und ihre Chancengleichheit in der Geschichte der Stadt (Seite 10/11).

Bleibt zu hoffen, dass während unserer Produktionszeit im angekündigten „Gipfeltreffen“ Klarheit in Sachen „Arena Lüneburger Land“ geschaffen wurde, in diesem Sinne wünschen wir euch einen schönen Start ins Frühjahr

Eure stadtlichter