Kopf hoch!

editorial

Gesenkte Häupter signalisieren uns: Es hat eine neue Handy-Innovation gegeben. Ob Smart- oder iPhone ist letztlich egal, gebannt und mit gesenkten Häuptern laufen sie durch die Gegend, die Technik-Freaks jeden Alters, ob mit Tornister auf dem Weg zur Grundschule, ob mit Rucksack auf dem Weg zur Arbeit oder einfach so – jeder geht seinen Weg. Irgendwie allein. Manchmal sieht man sogar Familien auf dem gemeinsamen Weg in ein Restaurant und man fragt sich, ob eigentlich jeder auf dem Zettel hat, mit wem er gerade am Tisch sitzt oder ob er sich vielleicht unbemerkt unterwegs der falschen Familie angeschlossen hat. Außer zerstörten Displays hat sich – so berichtete kürzlich der ADAC – in den Ambulanzen auch die Zahl derer erhöht, die mit gebrochenen Handgelenken, Platzwunden und Nasenbeinbrüchen behandelt werden müssen. Nicht nur, dass moderne Kommunikationsmittel offensichtlich die Kommunikation massiv einschränken, sie führen auch zu Ungemach.

Erhobene Häupter wird man hoffentlich bald wieder sehen, wenn die Zeit der Weihnachtsmärkte anbricht. Nicht nur, dass man zu Trompetern und Chören aufblickt, sondern auch mit Glühwein oder Kakao ausgestattet sich wieder fröhlich in die Augen schaut. Erfreut Euch also an den liebevoll hergerichteten historischen und neuzeitlichen Weihnachts-, Advents- und Nikolausmärkten in der Region, einen Überblick findet Ihr in dieser Ausgabe. Vor dem Klang der himmlischen Chöre gibt es noch mal richtig „was auf die Ohren“ bei der 11.Nacht der Clubs am 7. November, organisiert von der Lüneburg Marketing: In zwölf Locations in der Lüneburger Innenstadt gibt es Live-Musik vom Feinsten, coole Sounds und satten Groove. Ab 21 Uhr und mit nur einmal Eintritt zahlen – dafür gibt’s dann auch ein richtig professionelles Festival-Bändchen – kann man von Club zu Club ziehen und sich mitreißen lassen. Rund 3.500 taten dies begeistert im letzten Jahr. Ein breites Spektrum von Rock über Hiphop – zum Teil von Lüneburgs Lokalmatadoren bestritten – sowie Swing für diejenigen, die es etwas ruhiger angehen lassen wollen, gibt’s für nur 7 Euro im VVK und 10 Euro an der Abendkasse. Und zu guter Letzt endet die Tour in der Ritterakademie mit einer After-Show-Party. Apropos Ende: Während das Gezerre um das ehemalige Mäxx und dessen Betreiber Mehmet Sevim zur unendlichen Geschichte mutiert, hat eine Ikone der Lüneburger Gastroszene klare Verhältnisse geschaffen, gemeinsam mit seinem Nachfolger die örtlichen Medien eingeladen und seinen Ausstieg zum Jahreswechsel angekündigt: Felice di Pientrantonio (Felice hat tatsächlich einen Nachnamen) steigt aus und überlässt die Räume Dirk Block, der bereits in Lübeck und Hamburg Standorte der Kette Pizza e Pasta L’Osteria betreibt. Aus Osteria del Teatro wird nach Umbau etwa im August 2016 L’Osteria. Mit einer erneuten Nacht der Ausbildung in Lüneburg und der Ausbildungsbörse in Uelzen beginnt in diesen Tagen die Offensive vieler Ausbildungsbetriebe in unserer Region zur Suche von Azubis für 2016. Tolle Angebote namhafter Firmen findet Ihr diesmal auch wieder in den Karriereseiten dieser Ausgabe. In diesem Sinne wünschen wir allen einen schönen und erkältungsfreien November mit einem spannenden Start in die Weihnachtsmarktzeit….

Eure stadtlichter