KÄMPFERISCH

editorialWillkommen im Juni. Mamertus, Servatius und Pankratius ge el es so gut, dass sie gleich bis zum Mai-Ende blieben, veranlassten uns nochmal so richtig zu frieren, wo wir doch an Himmelfahrt bereits den ersten Sonnenbrand hatten. Naja, fast. Und nun haben wir nur noch wenige Tage und wir haben Mittsommer und sogar Sommerferienbeginn, dies mal wieder zu normaler Zeit. Kämpferisch geht der Juni einher, auch mit unseren Sportlern, lokal und in Europa. Die Fußball-EM in Frankreich steht an, und man verspürt an allererster Stelle den Wunsch, dass alles terrorfrei und friedlich wie das Fußball-Sommermärchen bleibt – und an zweiter Stelle natürlich, dass wir weit, wenn nicht bis zum Ende, im Kampf um die Meisterschale kommen werden.

Und im Lokalen? Da gibt es mindestens zwei wichtige Gedanken, zum einen strebt der 9. Lüneburger Firmenlauf am 3. Juni auf dem ADAC-Gelände – für einen Tag wieder Pododrom statt Motodrom – einem neuen Teilnehmer-Rekord entgegen, zum anderen die Aussicht auf eine neue Mehrzweck-Arena im Bereich des ehemaligen Schlachthofes. Einige Wortspielereien seien erlaubt – wenn dort SVG-Volleyballer zu ihren Bundesliga-Fights antreten werden. Und wenn sie dann Sparkassen-Arena heißen sollte, kann man zumindest gewiss sein, dass die Lettern über dem Eingang nicht jährlich getauscht werden müssen. Es wäre dem Sport und der Kultur der Region zu wünschen, wenn diese Pläne schnell Realität würden. Der kämpferischen SVG sei Dank. Gekämpft und zumindest Zeit gewonnen haben tausende Lüneburger von U18 bis weit Ü40, die per Petition für den Bestand der Vamos Kulturhalle zum Schwofen, zur Party oder zum Kulturgenuss stimmten.

Einen besonderen Kampf vom Zaum gebrochen und einen neuen Schauplatz dafür kreiert hat kürzlich ein Häulein aufrechter und nicht ganz unbekannter Lüneburger: Es trat vehement und lautstark gegen die geheimen – aber verpetzten – Pläne ein, den Liebesgrund zum Knotenpunkt dreier U-Bahn-Linien zu machen. Am 14. Mai aufgewacht und nicht bemerkt, dass der 1. April doch schon vorbei ist, machte sich eben dieses Grüppchen auf – und brachte so manchen zum Grübeln. Eine Tiefgarage unterm Marktplatz war ja auch schon mal im Gespräch. Sollte es in Lüneburg mal einen Orden wider den tierischen Ernst geben…

Apropos Ernst… nein er heißt nicht Ernst, ist aber dennoch jetzt Präsident und hat auch Humor: Michael (Zeinert) wurde gerade zum Nachfolger von Martin Aude an die Spitze der Lüneburger Kaufmannschaft gewählt. Zeinert ist zwar kein klassischer Kaufmann oder Händler, führt aber die Geschäfte der hiesigen (Industrie- und) Handelskammer, bringt somit auch das Know-how mit, den äußerst aktiven und stark gewachsenen Verein Lüneburger Kaufleute in die Zukunft zu führen. Aude und Team haben über Jahre gezeigt, dass Engagement in einem Verein immer noch Früchte tragen kann.

Und wenn man mal wieder so richtig feiern möchte, so bieten sich gerade ganz tolle Möglichkeiten in unserer Region, ob Sir Elton John, Johannes Oerding oder Roland Kaiser open Air in Uelzen (Interview S. 48), ob das große Opening des Kurhauses in Bad Bevensen, das Stadtfest Lüneburg mit seinem tollen Programm (liegt im handlichen A6-Format dem Magazin bei) und dem Motto „Lüneburger für Lüneburger“ sowie der Wahl einer Nachfolgerin für die amtierende Rosenkönigin, Angebote gibt es genug – viele Seiten in dieser Ausgabe sind voll mit Freizeit-Tipps in der Region, mit Museen, Parks, Stadtführungen, Weltklasse-Reitturnier und Pferdeshow, Bleckeder Schlossnächten mit Straßenmusiker Felix Meyer und Cave Woman.

Genießt den Juni. In diesem Sinne wünschen wir Euch einen rundum spannenden Juni.
Eure stadtlichter