Editorial

Normal. Normal!

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Noch hat sie nicht begonnen, die Zeit nach Corona. Noch muss man von der Zeit mit Corona reden – und vor allem denken. Dass das einigen egal ist oder besonders schwer fällt, sieht man hin und wieder bei ausgelassenen Partys, die geplant oder spontan stattfinden – jedenfalls ohne Distanz und Schutz. Sich anzustecken ist das Eine, aber in Kauf zu nehmen, andere zu infizieren, das Andere. Nur weil es immer neue Lockerungen gibt, die Kulturbetriebe wie Theater und Kino wieder aufleben, die Gaststätten wieder rege werden, auch Reisewarnungen aufgehoben werden, ist das Virus ja nicht einfach weg. Wir werden uns wohl daran gewöhnen müssen, dass „Normal“ eine andere Bedeutung gewinnt. Der Tourismus wächst nur verhalten wieder, die Urlaubspläne fallen bescheidener aus, das Fahrrad als Verkehrsmittel erfreut sich steigender Beliebtheit – überall verändert Corona unser Leben. Bis es wieder normal ist, Großveranstaltungen wie Konzerte, Volksfeste, Open-Air-Festivals nach Lust und Laune unbeschwert buchen zu können, in der Gewissheit, dass sie auf jeden Fall stattfinden, wird noch dauern. Veranstalter, Veranstaltungstechniker, die Schausteller und viele mehr bangen derweil immer noch um ihre Existenz. Dass kreative Ideen auch oder vielmehr besonders in Krisenzeiten Platz haben, sehen wir tagtäglich, und davon zeugt auch das aktuelle Magazin für Juli/August, für das wir wieder viel zusammentragen konnten – es liegt nun in Eurer Hand, diese Angebote anzunehmen und das vielfältige Engagement zu honorieren. Außer vielen Veranstaltungen für Geist und Seele findet Ihr in den Karriereseiten dieser Ausgabe interessante Stellenangebote, diesmal vor allem für Ausbildungsstellen, Studienplätze und FSJ-Plätze, Ihr findet Gastronomiebetriebe, die sich durch besondere Lage und Angebote zu Lieblingsplätzen mausern können, Interessantes zum Thema Mobilität und last but not least ein paar reizvolle „Must Haves“ und leckere Rezepte.

Wir wünschen Euch allen eine wunderschöne coronafreie Sommerzeit, bleibt uns gewogen und freut Euch auf die nächsten stadtlichter, die wir Euch wie gewohnt nach unserer Sommerpause Ende August liefern werden.

Eure stadtlichter

Maskenball

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Ja, zugegeben, das Shoppen mit Maske macht (noch) nicht so richtig Spaß, aber so langsam gewöhnt man sich dran. Und für den Notfall haben wir sogar schon die Einmal-Papierversion zwischen den Geldscheinen deponiert… wir wollen ja schließlich nicht schon an der Security hängen bleiben. Etwas, was schon zu Disco-Zeiten prima geklappt hat, soll nun nicht beim Brötchen holen scheitern. Man kann dem Maskenball auch eine sympathische Variante abgewinnen, denn was ist schöner, als Leute, die man trotz Maske erkannt hat, beim Einkauf mit Namen zu begrüßen – um sie dann im Regen stehen zu lassen, weil sie uns auf die Schnelle gar nicht erkannt haben. Übrigens, sollte Euer Gegenüber mal ein vermeintlich asiatisches Aussehen haben, so liegt‘s nicht etwa an der in China hergestellten Maske, sondern an seinem Lächeln unter der Maske… probiert es mal vor Eurem Spiegel. So kann man sich das Dilemma versüßen und wieder neuen Spaß beim Einkaufen gewinnen…

Dass wir so langsam wieder zu mehr Normalität zurückgekehrt sind, lässt sich besonders daran erkennen, dass sich schon wieder Staus auf den Zufahrtsstraßen bilden und die Touris wieder um die Ecken schauen – wenngleich auch noch zaghaft.  Am 16. März gab Lüneburgs Landrat den ersten am Coronavirus Erkrankten bekannt, kurz vor Druck dieses Magazins am 22. Mai kam von ihm die erlösende Botschaft „Der Landkreis Lüneburg ist coronafrei“, hat also keinen aktuell Erkrankten mehr. Gleichwohl sind die immensen Auswirkungen der Pandemie, der Stillstand des öffentlichen Lebens in nahezu allen Bereichen, zu spüren – viele leiden, viele werden auf der Strecke bleiben. Nicht wegen der Einschränkungen, sondern wegen der in Schwere und Verbreitung nicht einzuschätzenden Krankheit.  Mit aller gebotenen Vorsicht arbeiten auch wir weiter daran, den Wunsch unserer Leser nach Information, Unterhaltung und Abwechslung zu bedienen – gleichwohl überholen uns trotz sorgfältiger Themenauswahl immer wieder die Ereignisse, erst im Negativen, nun zum Glück auch schon wieder im Positiven. Also lasst uns gemeinsam mit genügend Distanz die steigende Zahl der Dinge genießen, die wieder möglich sind. Darunter insbesondere die Freizeitaktivitäten, die kreativen Ideen der Kulturschaffenden, die köstlichen und geselligen Angebote der heimischen Gastronomen.

In diesem Sinne wünschen wir Euch einen schönen und coronafreien Monat Juni – bleibt gesund und munter!

Eure stadtlichter

Augenmaß!

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Ein Satiremagazin brachte es dieser Tage auf den Punkt: Erstmals hat die Zahl der selbsternannten Corona-Experten die Zahl der Neuinfektionen deutlich überschritten. Es ist wie beim Fußball, wo der Schiri letztlich auch nur einer von 60.023 Experten im Stadion und weiteren Millionen an den Bildschirmen ist, die zu wissen glauben, wie man richtig spielt beziehungsweise entscheidet. Wichtig zu wissen, es gibt außerhalb des Stadions aber auch Millionen besonnener Mitmenschen, die mit ihrer Disziplin und ihrer Einsicht massive Einschränkungen hinnehmen und zumindest die Möglichkeit eröffnen, Infektionswege zu erkennen und zu unterbrechen. Schreihälse haben selten recht, auch wenn man sie weithin hört. Wenn sich jetzt auch die Stimmen – zumeist aus wirklich existenziellen Nöten – mehren, die eine schnelle Rückkehr zu „normalen Verhältnissen“ fordern, vor allem, weil die Pandemie in der Region bei Weitem nicht das befürchtete Maß erreicht hat, so dürfen sie nicht verhallen.

Lockerungen ja – aber bitte mit Augenmaß.

Selbst wenn es an vielen Stellen schwer zu ertragen und oft auch schwer nachvollziehbar ist – auch wir persönlich wollen nicht Opfer von Experimenten werden. Das eine oder andere insbesondere virtuelle Event findet ja dank kreativer Kulturschaffender statt, aber bei allem, was an Veranstaltungen auch in kleinem Rahmen bevorsteht, bitten wir darum, sich jeweils aktuell auf den Internetseiten der Anbieter zu informieren, ob es tatsächlich stattfindet. Denn aktuell ist ja schon damit zu rechnen, dass sich nicht nur das geschäftliche, sondern auch das kulturelle Leben Stück für Stück wieder erholt. Jedenfalls stehen alle in den Startlöchern.

Freut Euch mit uns darauf und bleibt gesund!

In alter Frische –

Eure stadtlichter

GÖKHAN, FERHAT, MERCEDES, SEDAT, HAMZA, BILAL, FATIH, KALOJAN, SAID

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Das sind die Namen der beim Hanauer Terroranschlag Ermordeten. Wir gedenken dieser weiteren Opfer von Rassismus und Rechts-extremismus in Deutschland.

Sorgen? Keine Sorge!

Wir müssen uns zumindest wegen des Coronarvirus keine Sorgen machen, lässt uns die Bundesregierung wissen. Obwohl schon allein die Tatsache, dass sie uns das in großen Anzeigenkampagnen mitteilt, die Sorge hervorruft, dass Beschwichtigung dahintersteckt. Wir haben uns dem Thema SARS-CoV-2 auch in unserer Reportage gewidmet, mit Experten vor Ort gesprochen, aber auch die Stimmung bei Passanten in der Lüneburger City abgefragt. Apropos Sorge. Dem Adendorfer Eishockey-Club ist eine Sorge genommen. Bürgermeister Thomas Maack konnte dem Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft Finn Sonntag versichern, dass entgegen anderslautender Planungen nicht die umfangreiche Modernisierung der gesamten Kühltechnik des Walter-Maack-Eisstadions gestartet wird, sondern erstmal nur die Reparatur vorgenommen wird – der Spielbetrieb und das Eislaufen in der kommenden Saison `20/`21 also gesichert sind. So weit sind die Volleyballer noch lange nicht, der Blick auf den ersehnten Arena-Neubau treibt den Verantwortlichen und Spielern gleichermaßen das Plissee auf die Stirn. Keine Sorgen haben wir jedoch, was die Vielfalt der in unserem heutigen Magazin angebotenen Veranstaltungen in Stadt und Land anbelangt, von Salzhausen bis Hitzacker, von Stelle bis Ebstorf, von Amelinghausen bis Lauenburg. Ob Ausbildungsmessen, Konzerte, große Open-Airs, Kultur- und Kneipennacht, Hamburger Dom, Verkaufsoffener Erlebnissonntag in Lüneburg oder die Vorbereitung der Lüneburger Wohnmobiltage. Zu einigen tollen Veranstaltungen gibt es bei uns auch wieder Eintrittskarten zu gewinnen. Lasst Euch treiben! In diesem Sinne wünschen wir Euch allen einen nachdenklichen, aber auch fröhlichen März,

Eure stadtlichter

5.923

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5.923 Unterschriften Lüneburger Bürger braucht der Luftsportverein Lüneburg, um ein Bürgerbegehren auf den Weg zu bringen – das Thema im Wortlaut: „Soll die Hansestadt Lüneburg mit dem Luftsportverein Lüneburg e.V. einen Vertrag über den Weiterbetrieb des Flugplatzes Lüneburg über den 31.10.2020 hinaus für 15 Jahre abschließen?“ Findet der Verein nicht genügend Unterstützung aus den Reihen der Stadtbewohner Lüneburgs, droht ihm letztlich das Aus. Auch das Aus für Katastrophenschutz- und Feuerwehrflieger. Die Stadt würde gern das Areal zukünftig anders nutzen, es in nicht unerheblichem Umfang der Bebauung durch Gewerbe zuführen – sie sucht dringend Flächen dafür. Unerwarteten Beistand erhielten die Flieger von Umweltschützern, sie sorgen sich sowohl um die Funktion der Kaltluftschneise als auch um den Bestand seltener Pflanzen und Tiere, die auf dem Gelände zu finden und trotz Fliegerei – oder gerade deswegen – dort heimisch geworden sind. Man darf gespannt sein, wie viele Lüneburger sich für den Erhalt der Fliegerei stark machen, den Sinn und Zweck des Luftsportvereins sichern werden. LSV-Vorstand Richard Meyer ist optimistisch, was die 5.923 angeht, und viele Unterschriftenlisten sind noch unterwegs. Wo man gerade steht, mag er noch nicht sagen, nur so viel: Noch im Februar wird der LSV die Aktion abgeschlossen haben. Nicht 5.923, aber sehr, sehr viele tolle Veranstaltungstermine für die kommenden Wochen findet Ihr in dieser Stadtlichterausgabe, Konzert, Theater, Party, der Jahreszeit geschuldet natürlich auch reichlich Comedy darunter. Und auch die Pappnasen unter den Karnevalisten – sie haben ja an vielen Stellen bis hin ins Kanzlerinnenamt die Regentschaft übernommen – kommen nicht zu kurz.

Apropos Kanzlerinnenamt – keine Sorge, wir haben das Gendern noch nicht zur Prämisse für uns erhoben, freuen uns aber dennoch über alle Stadtlichterlesenden! Die Zeit der Zwischenzeugnisse ist gekommen – entsprechend stark ist das Thema Ausbildung und Studium auch in unseren Karriereseiten vertreten. Die Ausbildungsbörse Ende Januar in der Arbeitsagentur fand großes Interesse, und zwar bei Betrieben und Bewerbern. Die nächste Gelegenheit zu einem Überblick über die aktuellen Angebote gibt es am 7. März bei der BIB in der Lüneburger Hanseschule in Oedeme (siehe auch S. 44-47).

Der Winter scheint weitestgehend ausgefallen – leider auch in Form des Adendorfer Eisstadions. Gekniffen durch den Ausfall der Kühlanlage sind hier ja nicht nur die Teams des AEC und die Eisläufer – auch „Stan“ Stelmatzak, Betreiber des Kiosks macht zurzeit dicke Backen und sehnt sich nichts dringender als die Freibaderöffnung herbei. Er kann ja schon mal die Fritteuse vorglühen…

In diesem Sinne wünschen wir Euch allen einen verrückten Februar und vergesst nicht, der 1. März kommt diesmal einen Tag später – auch für Euch!

Eure stadtlichter

HERZLICH WILLKOMMEN IN 2020

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Bei dieser Dopplung kommt einem zwangsläufig Zager & Evens‘ Song „In the Year 2525“ in den Sinn – die meisten unserer Leser kennen ihn sicher noch, diesen visionären Song, der eine Zeitreise beginnend im Jahr 2525 zum Inhalt hat und bis ins Jahr 9595 reicht, dem Zeitpunkt, an dem sich der Mensch von Mutter Erde alles genommen haben wird, ohne ihr etwas zurückgegeben zu haben? Das werden wir wohl leider schneller schaffen. In the Year 2020. Greta Thunberg hat zu Recht an vielen Schnittstellen der Welt mit emotionalen Worten die Gesellschaft ob ihrer Sorglosigkeit angeprangert und insbesondere die Politik an ihre Verantwortung im Umgang mit diesem Planeten erinnert. Gleichwohl ist der heutige Zustand der Welt nicht etwa ein Ergebnis, das die Generation „Gretas Eltern“ allein zu verantworten hat, schließlich begann die industrielle Revolution nicht vor 50, sondern vor 250 Jahren mit einer Weltbevölkerung von etwa 600 Millionen Menschen. Aktuell sind es 7,8 Milliarden, Mitte dieses 21. Jahrhunderts werden es etwa 10 Milliarden sein, und alle wollen mit Nahrung und Energie, mit Medizin, aber auch mit Bildung und Kultur versorgt sein. Der Mensch ist – so hat es die Wissenschaft schon im Jahre 2000 formuliert – zu „einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde“ geworden. Darauf kann man stolz sein – oder auch Angst bekommen. Eine Riesen-Herausforderung allemal, eine, der sich letztlich alle stellen müssen. Viele arbeiten schon daran, an vielen Stellen, das macht Mut – und die Kleinigkeiten zählen in der Summe. Das gilt natürlich auch in Sachen Kultur, die sich in den nächsten Wochen wieder aufs Neue in dieser Region offenbart, in aller Vielfalt. Ein reiches Angebot erwartet Euch auch in dieser stadtlichter-Ausgabe. Übrigens, Euer Lieblings-Veranstaltungsmagazin erscheint mit dieser Ausgabe jetzt schon im 18. Jahrgang… gewusst?

Wir wünschen Euch allen einen schönen, sowohl nachdenklichen als auch nachhaltigen Start in dieses Jahr.

Eure stadtlichter

Bunt…

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…STATT BRAUN: Mehr als 7.000 Teilnehmer waren dem Aufruf der Journalistenverbände und weiterer Organisationen am 23. November gefolgt und zeigten bei einer eindrucksvollen Demonstration in Hannover Solidarität mit ihren NDR-Kollegen, die wegen ihrer kritischen Berichterstattung über das rechtsextreme Milieu offen und namentlich angefeindet werden. Der Schutz der Pressefreiheit war es beeindruckend vielen Menschen wert, spontan und friedlich auf die Straße zu gehen, (bunte) Flagge zu zeigen. Bunt und vielfältig leuchten jetzt auch in diesen Tagen in Lüneburg das Rathaus, die Kirchtürme, der Wasserturm mit seinem Wichernkranz, das Umfeld der nun insgesamt acht Weihnachts- und Wintermärkte von klassisch bis historisch in der „Weihnachtsstadt Lüneburg“. Der Wichernkranz ist übrigens aktuell eine der kreativsten Ideen, die Leute per Handy zum Spenden zu bewegen. Aber auch in Uelzen, Winsen, Lauenburg, Salzhausen und anderen heimeligen Orten haben sich Initiativen zusammengefunden, um mit Illumination und vielen kreativen Aktionen etwas von der Atmosphäre zu erzeugen, die uns entschleunigen und fröhliche Stimmung verbreiten soll (Seiten 9-13).

Zwangsentschleunigt zeigt sich derzeit leider auch der Adendorfer Eishockey Club. Nach dem Totalschaden in der Eisbereitung droht in der Folge auch der finanziell-sportliche Totalschaden bei der GmbH, die den Spielbetrieb verantwortet, berichtet geknickt Finn Sonntag als deren CEO. Aber aufgeben gilt für ihn nicht – Eishockey hat nicht nur in Adendorf, sondern in der Region einen festen Boden – auch wenn das Eis darauf gerade brüchig ist. Überraschendes zum Weihnachtsfest gesucht? Dann schaut doch mal in die Geschenkideen, die wir für Euch zusammengetragen haben (S. 20-23), nicht zu vergessen die Tickets, die hier für Konzert, für Festival, für Open R, für Theater und Comedy und andere Events angeboten werden. Auch wenn es uns bei Redaktionsschluss noch etwas ungelenk über die Lippen kommt: Wir wünschen allen Lesern, unseren Inserenten und all denen, die uns gewogen sind, ein wunderschönes Weihnachtsfest und ein friedvolles neues Jahr 2020. Allen Veranstaltern und Kulturschaffenden in Stadt und Land wünschen wir zudem ein stets volles Haus

Eure stadtlichter

November-Blues?!!

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Nicht die Zeit, aber die Uhr ist erfolgreich zurückgestellt – es ist wieder dunkel. Morgens und abends. Dunkel. Eigentlich verbirgt sich hinter dem November-Blues die depressive Stimmung, die ob dunkelgrauer, nasskalter Novembertage Raum greift, negativ getoppt von den Gedenktagen des Monats, Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag, Totensonntag, Buß- und Bettag. Ausdrucksvolle Blues-Musiken sind dann der Auftakt, nach Gedenken und Besinnung wieder fröhliche Gedanken und Töne klingen zu lassen. Und davon gibt es im November Gelegenheit en masse in der Region Lüneburg, Uelzen und Winsen. Die Lüneburger Nacht der Clubs ist ja inzwischen ein legendäres Beispiel dafür, wie man alle wichtigen Musikstile an einem Abend in 15 Locations erleben kann. 2. November, ab 21 Uhr – der Auftakt. Blues, Soul, Rock, Pop und mehr. Viel Vergnügen!  

Fröhlich, weil aus der Not eine Tugend gemacht, können auch die Gäste bei der hoffentlich keiner Wiederholung bedürftigen Eishockey-Retter-Party am 2. November in Adendorf sein, ebenfalls gedacht, um aus dem Blues der Kufencracks, die derzeit auf Inlinern den Ernstfall trainieren, wieder ein kämpferisch-fröhliches Team zu formen – wenn das Eis pünktlich kommt. Viele weitere Events in unseren Theatern, Kinos, Konzertsälen und auf den Comedybühnen werden den sprichwörtlichen Blues vertreiben helfen, das Ausgehen wird durch Umbrüche und neue Gesichter an den verschiedenen Kneipenmeilen wieder neuen Auftrieb erhalten, zudem beginnen schon in der letzten Woche des November viele Weihnachts- und Wintermärkte in der Region, die Glühweinsaison nimmt ihren Lauf – ein Überblick hier im Magazin.  

Ein bisschen vorweihnachtliche Stimmung wollen wir dann auch schon mal mit und in diesem Magazin streuen, denn es gibt bei den Must Haves schon nette Geschenkideen und bei den vielen Veranstaltungen, die wir ankündigen, auch eine ganze Reihe begehrter Tickets zu gewinnen, sogar zwei je 200 Euo starke Freikartenpakete für den Winterdom sind dabei. stadtlichter lesen ist übrigens in jedem Fall ein Gewinn. Irgendwie ein Gewinn war es auch für das Salzmuseum, als es jetzt eine Zusage über 4,5 Millionen Euro Fördermittel erhielt (Seite 15), übrigens gibt es dort aktuell eine neue Sonderausstellung, Titel: SALZ 53° 15‘ N I 12° 25‘ E. 

In diesem Sinne wünschen wir Euch allen eine schöne Zeit, in der Euch das Salz in der Suppe erfreut und in der Blues nur als Musik eine Rolle spielt!

Eure stadtlichter

Pilger

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Pilgern fürs Klima, für eine lebenswerte Zukunft. Das stand für ganz viele – insbesondere junge – Menschen auch in unserer Region auf der Agenda der Fridays for Future-Bewegung, in Uelzen waren es mehr als 1.500, in Lüneburg sogar gut 4.000, die sich Ende September friedlich in den engen Straßen der Altstadt und auf den beiden großen Plätzen der Stadt drängten. Interessant war es, am Rande erleben zu müssen, dass es immer noch (erwachsene) Leute gibt, die trotz voller Nachrichtensendungen auf allen Kanälen, großer Lettern in allen Gazetten und eigener Kreislaufstörungen ob der Wetterunbillen immer noch der Meinung sind, es ginge den Schülern ja doch nur ums Schwänzen. Diese Nörgler warten sicherlich schon wieder zu Hause auf dem Sofa auf ihr persönliches Klimapaket von amazon. Auch wenn das in etwa parallel zur Demo beschlossene Klimapaket der Berliner GroKo nicht der große Wurf ist – die junge Schwedin Greta hat zumindest eins erreicht: Es tut sich was, in den Köpfen, millionenfach, weltweit. Etwas, was auch die Politik zu deutlichem Handeln zwingen wird. Und damit ist nicht etwa der Emissionshandel gemeint. Außer diesem generationsübergreifenden Erlebnis ganz besonderer Art steht in der Region Lüneburg, Winsen, Uelzen wieder eine Vielzahl von tollen Veranstaltungen bevor, von Kultur über Karriere bis Kommerz – unsere heutigen Seiten sind wieder voll davon. Das viertägige historische Sülfmeisterspektakel, ein hochbrisant besetztes Krimifestival, das Plattdeutsch-Musikfestival, die Ausbildungsbörse #HandwerkLive, Kunsthandwerker-märkte, Poetry-Slammer, Gastspiele von Heinz Rudolf Kunze und Katrin Bauerfeind sind nur herausgepickt. Apropos Pilger: Die Lüneburg Markebting bietet wieder eine Extratour für Musikfans: Das Programm für die Nacht der Clubs steht bereits – und wird die Scharen der Gäste durch die City pilgern lassen. 

Was der Oktober sonst noch bringt? Den Cracks und Fans des AEC einen verspäteten, aber hoffentlich erfolgreichen Kaltstart, den Hobbygärtnern ganz viel Kürbissuppe und schließlich am 27. noch eine Stunde geschenkt. 

Wir wünschen Euch allen einen goldenen Oktober!

 Eure stadtlichter

Gretchenfrage?

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Es ist ja schon eine Art Gretchenfrage, die die junge Schwedin Greta Thunberg in den Raum stellt. Im August jährte sich der Tag, an dem sie begann, für ein Umdenken in der Klimapolitik zu streiken, diejenigen, die das Ganze für eine Eintagsfliege hielten, strafte sie Lügen. In vielen Ländern gehen inzwischen jeden Freitag junge Leute auf die Straße, um ihr Recht auf ein lebenswertes Klima einzufordern – auch in Lüneburg. Und Greta polarisiert: Die einen knüpfen große Hoffnungen an die 16-Jährige, andere hassen sie wegen des Rummels um ihre Person. So oder so – es tut sich was! Wir haben übrigens auch Lüneburger Stimmen zu diesem Thema an unserem monatlichen Stammtisch einfangen können. (Seite 18).

Apropos Stimmen: Ganz schön rockige Stimmen werden zu hören sein beim 1000 Rocks-Festival am 21. September auf dem Lüneburger Let‘s Rock-Gelände in der Lise-Meitner-Straße. Neugierig, Damn Escape und Bartellos sind die Headliner – mehr zu dem Benefiz-Konzert zugunsten des 1000-Steine-Projektes auf Seite 14. Übrigens, immer mehr Festivalcharakter nimmt auch die Neuauflage der Barnstedter Musikmeile an, die am 7. September startet (Seite 5).

Um Start, also einen guten Start ins Berufsleben, dreht es sich bei zwei speziellen Veranstaltungen in Lüneburg und Uelzen. Zum einen lädt die Uelzener Arbeitsagentur zu ihrem jährlichen Ausbildungsmarkt ein, bei dem sich mehr als 60 Betriebe und Behörden mit ihren Ausbildungs- und Studienangeboten präsentieren, zum andere laden am 26. September das IfT und eine stattliche Anzahl an Betrieben und Behörden zur Messe parentum in die Lüneburger Oberschule am Wasserturm ein, um mit jungen Leuten und deren Eltern zum Thema Karrierestart ins Gespräch zu kommen. Infos hierzu und auch attraktive Stellenangebote auf den Seiten 44 bis 47.

Einen Ausblick auf den Oktober möchten wir uns schon mal gestatten, denn die Vorbereitungen zu den 17. Lüneburger Sülfmeistertagen sind in vollem Gange. Noch mehr Spannung möchten die Organisatoren aus den Reihen der Lüneburg Marketing in die Spiele dadurch bringen, dass sie die Teams verkleinern. So können mehr Teams starten und auch kleinere Betriebe antreten. Wir dürfen gespannt sein. Entspannt werden dann sicherlich schon die Lüneburger Oktoberfestmacher sein, denn das Programm und die aktuellen Festzeltreservierungen für das 34. Fest vom 6. bis 9. September – übrigens das größte Bayerische Oktoberfest im Norden – deuten darauf hin, dass die Erfolgsgeschichte heuer eine Fortsetzung findet…

In diesem Sinne bleibt uns nur übrig, Euch zuzurufen: LOSST‘S KRACHEN!

Eure stadtlichter