Editorial

Woher der Wind weht…

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…ist städtebaulich von großer Bedeutung. Hättet Ihr‘s gewusst? Ein vom Lüneburger Stadtrat in Auftrag gegebenes Klimagutachten durften sich kürzlich die Mitglieder der Fachausschüsse und interessierte Bürger zu Gemüte führen, die Geo-Net-Experten aus Hannover legten dar, wo Lüneburg die Hebel ansetzen muss, will es klimaverantwortlich handeln und Lebensqualität erhalten. Stadtklima-analyse heißt das Stichwort, das tatsächlich auch die Frage danach aufwirft, woher der Wind weht; konkret, auf welchen Wegen kommt Kaltluft in „städtische Wärmeinseln“ und welche Rolle kommt den Grünflächen, den Flussauen und der Ilmenau zu. Nächtliche Differenzen bis zu 8 Grad finden sich bei Wetterlagen wie in diesem Sommer zwischen Außenbereichen und Altstadt. Apropos Wind: Lüneburgs Marketinggesellschaft ist nach vorzeitigem Ausscheiden des Geschäftsführers „wieder mal“ führungslos (aber die Mitarbeiter werden’s „wieder mal“ richten, sie haben ja inzwischen Übung darin), und das politische Führungsteam der Hansestadt ist nach Rücktritt des Bürgermeisters Dr. Scharf mit der Wahl von Christel John (CDU) wieder komplett. 

Das Klima war ja den langen Sommer über das Thema schlechthin. Hitzerekorde in Höhe und Dauer, Dürre in der Landwirtschaft, Ebbe in der Elbe und katastrophale Brände waren die Schreckensnachrichten. Da fiel die Freude über einen Supersommer ja eher sparsam aus, manchmal hatte man schon ein schlechtes Gewissen beim Sonnencremekauf. Irgendwie outete man sich dabei als jemand, der oder die den Sommer allen Widrigkeiten zum Trotz genießen wollte, an Ostsee, Nordsee, Inselsee oder auf dem Balkon. Die Kneipenmeilen der Innenstädte, ob an der Ilmenau, Elbe oder an der Luhe gelegen, feierten hierzulande ungewohntes mediterranes Flair… Aber: Alles hat seine Zeit, und so wenden wir uns blitzschnell anderen Themen zu: Der September wird mit der historischen Handwerkerstraße in der westlichen Altstadt eingeläutet, die Feierei geht weiter mit dem Zillertaler Abend, mit dem 33. Lüneburger Oktoberfest und dem Herbstmarkt (7.-11.9.) auf den Sülzwiesn und mit den Festspielen zu den Sülfmeistertagen. Auch im Luhepark geht’s zünftig her beim Winsener Oktoberfest vom 21. bis 30. September.  Und Indoor geht’s wieder los, Comedy steht an, auf allen Kanälen. Theater, Kino, Konzert und Party: der Terminkalender ist voll davon (auch als App für Android runterzuladen). Außerdem sei ein herzlicher Glückwunsch in Richtung Theater gesandt: In der letzten Spielzeit konnte Intendant Fouquet mehrals 120.000 Besucher begeistern, mehr als je zuvor und eine Riesenleistung für das Team des Dreispartentheaters, vom Pförtner über die Kostümschneider, Schauspieler, Sänger, Tänzer bis zum Zahlenjongleur! Hochachtung! 

In diesem Sinne wünschen wir Euch allen einen schönen Start in die neue Zeit, in der man wieder Socken und Jacketts und lange Hosen trägt und alle Reize versteckt – wenn man von Krachlederner und dem feschen Dirndl mal absieht… 

Eure stadtlichter

Fofftein? Fofftein!

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15 Kerzen müssten in diesem Jahr auf der Geburtstagstorte brennen für 15 Jahre stadtlichter. Kaum zu glauben, wie die Zeit rast 2003 hat die Journalistin Katja Müller die stadtlichter aus der Taufe gehoben, zunächst unter dem Namen „projekt 41/31“ als Stadtmagazin für Lüneburg und Umgebung, daraus wurde kurz später dann „stadtlichter“ und bezog Uelzen, Bad Bevensen und Winsen mit ein. Mit dem Wandel Lüneburgs von der Garnisonsstadt zur Universitätsstadt zog das kulturelle Angebot an, die Kneipenszene veränderte sich, der Einzelhandel wandelte sich, Lüneburg hatte ein neues, dynamisches Eigenleben entwickelt. Beste Voraussetzungen also, hier ein Stadtmagazin, ein Veranstaltungsmagazin zu etablieren.  15 Jahre stadtlichter, seit 2011 erscheinen sie im NordMagazine Verlag, sind ein Anlass, auch mal fofftein zu sagen, mal innezuhalten, Luft zu holen, mal zu schauen , wo stehen wir eigentlich jetzt mit dem „Projekt stadtlichter“. Und mit ein wenig Stolz mögen wir sagen, wir sind mit dem, was wir tun, mitten in der Region angekommen, haben viele große und kleine Veranstalter, professionelle Anbieter, Künstler, Kulturschaffende jedes Genres mit ihren Angeboten und Anliegen ins Boot holen können, um jeden Monat zwar längst nicht alles, aber eben doch vieles bieten und empfehlen zu können. Wir erfahren immer wieder aufs Neue, wie groß das Interesse an stadtlichter ist, die Reaktionen bei unseren Stammtischaktionen, auf Kartenverlosungen und Gewinnspiele spiegeln dies auch eindrucksvoll wider. Wir sind jetzt genau dort, wo wir hin wollten: Wir sind bei Euch angekommen. Zum Leben in der Region gehört natürlich noch viel mehr als nur die Freizeit zu gestalten, und so sind wir auch darüber erfreut, dass so viele Inserenten aus Handel, Handwerk und Dienstleitung die stadtlichter nutzen, um immer wieder aufs Neue ihre Werbung darin zu platzieren. Job & Karriere sind ebenso regelmäßige Themen in stadtlichter, auf diesen speziellen Seiten finden sich (auch in dieser Ausgabe wieder) seitenweise Stellenanzeigen für qualifizierte Arbeitsplätze, für Ausbildungs- und Studienangebote. Wir freuen uns, Euch heute eine besonders schöne Ausgabe präsentieren zu können, mit freundlichen Grußworten, mit herzlichen Wünschen, mit tollen Angeboten unserer Inserenten, mit Berichten über acht Festivals, mit vielen Verlosungen, darunter sogar ein Fahrrad, mit kleinen Döntjes über uns persönlich und mit ganz viel von dem, was wir am besten können: informieren, unterhalten.

Es ist uns eine Freude, dass Ihr unsere Leser und unsere Inserenten seid!

Eure stadtlichter

Runde Sachen

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… rollen alsbald wieder ins Eckige: Die Fußball-WM steht bevor, am 17. Juni um 17 Uhr ist Anstoß für das DFB-Team gegen Mexico in Moskau. Ganz schön exotisch… und noch so weit entfernt, nicht nur geo-grafisch. Den Eindruck hatten wir jedenfalls vor wenigen Tagen, als wir mit unserem Stammtisch in der Lüneburger City die Leute nach ihrem Fußballfieber befragten. Noch war alles verhalten… aber das wird noch. Und die Regale mit allen möglichen Devotionalien in schwarz-rot-gold sind voll. Die Stimmung wird steigen, da sind wir sicher: Spätes-tens beim Gemeinschaftserlebnis Public Viewing – im großen Stil auf dem Lüneburger Marktplatz angeboten – wird es eine runde Sache. Und damit das 46. Lüneburger Stadtfest insgesamt eine runde Sache wird, lädt die Lüneburg Marketing bereits am Donnerstag, 14. Juni zu einer Pre-Opening mit einer „Offenen Bühne“ ein, auf der sich Nachwuchstalente musikalisch darstellen können. Das gesamte Stadtfestprogramm liegt wie seid vielen Jahren hand- und hosentaschengerecht 14-tausendfach als „Stadtfest-Guide“ dieser Ausgabe bei, weitere Exemplare für unsere Gäste gibt’s natürlich während der „Festtage“ an den Ständen und in anliegenden Geschäften. Service aus dem Hause stadtlichter. Apropos Service: Auf unseren fünf Seiten zum Thema Freizeitspaß haben wir eine große Auswahl wirklich interessanter, spannender, kurzweiliger Ausflugsziele direkt vor der Tür und im weiteren Umfeld zusammengestellt für diejenigen, die einige ihrer Ferienwochen zu Hause verbringen werden oder hier als Urlauber zu Gast sind. Ein Ziel mussten wir leider kurzfristig herausnehmen, ein technischer Defekt in einer Werkstatt des Museums Lüneburg hat einen Brandschaden verursacht und den Betrieb vorübergehend lahmgelegt. Handel im Wandel – Wandel im Handel. Zumindest in einem Bereich gibt’s eine bemerkenswerte Entwicklung, nämlich keine: Experten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) haben eine erfreuliche Tendenz im Einzelhandel mit Lebensmitteln, Kosmetika und Tierfutter ausgemacht, so war es kürzlich in den Wirtschaftszeilen der überregionalen Medien zu lesen. Der sorgenvoll beäugte Versuch von Amazon & Co., dem Supermarkt online Konkurrenz zu bieten, startete im Mai 2017 und blieb nach neuesten Zahlen weit hinter den Erwartungen zurück, verharrt in der Kategorie „Unbedeutend“. Online Fisch & Kartoffeln zu ordern, trifft wohl nur kleine Zielgruppen. Einkaufen ist einfach ein sinnliches Erlebnis. Finden wir. In diesem Sinne wünschen wir Euch einen ereignisreichen, fröhlichen und sommerlichen Juni – und arbeitet aktiv gegen den „Handy-Nacken“: Geht aufrecht, blickt in die Schaufenster und kauft ein.

Eure stadtlichter

Tatort (e)

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Endlich fand denn mal wieder ein „unechter Tatort“ in Lüneburg statt, nach Schießereien, erfolgreichen Nachermittlungen im Fall Birgit Meier, Göhrdemord-Nachspiel, explodiertem Restaurant, Millionenbetrügereien war es eine Wohltat für die strapazierte Lüneburger Seele, dass es sich Ende April tatsächlich um eine Krimiinszenierung drehte, in der Wotan Wilke Möhring als Ermittler Thorsten Falke und Franziska Weisz als Kommissarin Julia Grosz die Hauptfiguren waren. So manches Klischee hätte nicht unbedingt bemüht werden müssen, dennoch war man in diesem Fall als Lüneburger auf der sicheren Seite, den Spuk bei Bedarf mit der „Aus“-Taste des heimischen Fernsehers tatsächlich beenden zu können. Ums Beenden sollte es auch bei der Kreistagssitzung am 23. April gehen (deren Ende leider nach unserem Druckbeginn lag). Und zwar ums Beenden der Hängepartie um den oder die Betreiber der Arena Lüneburger Land – insbesondere für den Sport ein unerquickliches Thema. Ob die Lösung dann in einer kreiseigenen Betreibergesellschaft oder auf die schon mit den Hufen scharrende heimische Campus Management fällt oder ob man sich der Prozedur einer europaweiten Ausschreibung stellen muss, wird sich zeigen. Jedenfalls hat die Stadtverwaltung schon mal Optimismus verbreitet und den bisher gültigen Straßennamen „Am Schlachthof“ entschärft, damit sportliche Gegner sich zukünftig überhaupt hierhin trauen: Lüner Heide heißt die Straße nun… es wäre zu schön gewesen, den einen oder anderen Gegner genüsslich zum Wettkampf auf dem Schlachthofgelände einzuladen.

Apropos genüsslich: Der Verkaufsoffene Sonntag am 6. Mai in Lüneburg steht unter dem Motto „Lüneburg ganz kulinarisch“ und wird neben tollen Angeboten der heimischen Gastroszene seinen Höhepunkt darin finden, an mehr als 20 Foodtrucks, die am Ochsenmarkt vor dem Landgericht stehen werden, allerlei Köstlichkeiten zu genießen.

Ganze fünf Tage lang feiern die Winsener und ihre Gäste vom 9. bis 13. Mai ihr 41. Stadtfest. Auch hier wandern Leckereien über die Foodtruck-Theken, und sich ordentlich zu stärken ist besonders wichtig für die Teilnehmer am 1. Winsener „Strongman-Cup“. Lüneburg muss noch ein bisschen ausharren, das große Lüneburger Event – mit Public Viewing zur Fußball-WM – steht ja erst vom 14. bis 17. Juni an.

Und frisch wird’s: Die Freibadsaison in der Region wird aktuell eröffnet, alles Wissenswerte über die zehn wichtigsten Bäder in der Umgebung findet Ihr auf den Seiten 19 bis 21. Wer es lieber romantisch mag, der sollte sich unbedingt den 5. oder 12. Mai in den Kalender schreiben: Bad Bevensen lädt ein zu den Romantischen Kurparknächten. Schöne Idee, sollte man sich nicht entgehen lassen.

In diesem Sinne wünschen wir allen einen wunderschönen Start in den Mai – der Auftakt mit einem tollen Vier-Tage-Weekend war ja schon mal nicht schlecht.…

Eure stadtlichter

Krämer/in ?

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Kennen Sie Marlies Krämer? Nein? Die 80-jährige Saarländerin wird sicher noch mehr Geschichte schreiben., auch wenn sie gerade am BGH mit ihrer Forderung nach Umstellung der Sparkassenformulare auf die Nennung beider Geschlechter in der Signatur – also Kunde/Kundin (oder muss aus Höflichkeit die Dame zuerst?) gescheitert ist. Ob sie dann mit Marlies Krämer oder lieber doch mit Marlies Krämerin unterschreiben würde… ist nicht überliefert. Aber im Ernst, angeschoben hat sie damit sicherlich ein Umdenken, das vielleicht ja sogar mit einigen zusätzlichen Seiten im Duden enden wird, mit Seiten, die neutrale geschlechtslose Bezeichnungen für jeden Menschen in jedem Zusammenhang auflisten, denn es gibt ja – wie wir wissen – nicht nur männlich oder weiblich. So freuen wir uns nun darauf, was aus Gesetzen, Funktionen oder aus Hymnentexten wird, ganz zu schweigen eben aus Vaterland, Mutterboden, Mutterwitz oder dem Leitspruch der französischen Revolution. Was, bitte, wird aus Fraternité? Gut dass die Franzosen jetzt den Euro haben, auf diesen Münzen steht das Unwort ja wohl nicht drauf. Oder doch? Meinungen zu diesem Thema haben wir diesmal auch (ernsthaft) an unserem Stammtisch erfragt (Seite 16).

Apropos Ernst: Den Ernstfall oder Daten-Super-Gau hat uns aktuell das Umfeld von Herrn Zuckerberg beschert und uns nun gezeigt, wie man aus einer Reihe geklauter Datensätze von Facebooknutzern und deren Facebookfreunden und deren Facebookfreunden, deren Freunden und deren Freunden und deren Freunden 50 Millionen Datensätze machen kann, die der Welt wahrscheinlich diesen Trump beschert haben. Auch dafür wird Zuckerberg sich eines Tages vielleicht noch entschuldigen müssen. Sportlich, aber im positiven Sinne, geht es aktuell und hochklassig in der Region vorwärts, der Adendorfer EC zog bei den Play-Offs ins Finale und beendete mit seinem neuen Coach Falko Kucharek die Saison erstmals als Vizemeister. Hoch hinaus zieht auch die SV Gellersen, sie hat es auch bis in die Play-Off-Runde geschafft, leider stand bis zu Druckbeginn dieses Magazins noch nicht fest, wer der Gegner in dieser Runde ist … wir drücken auch hier alle Daumen.

Weiteres: Die Regionalligisten auf den Rollen lösen die Kufencracks ab, die Keiler-Rotte, also die Inline-Hockeytruppe des VfL, geht in der Sporthalle im Lünepark an den Start und bietet gleich fünf hochklassige Heimspiele in dieser Saison… Wer es sportlich und festlich haben möchte, der gibt sich dieEhre und ist zu Gast beim 1. Lüneburger Theaterball – am 13. April im Theater, mit den Symphonikern und nite club, leckerem Essen und theatralischen Überraschungen. Und wer es „rummelig“ mag, freut sich auf den Frühjahrsmarkt vom 27. April bis 1. Mai auf den Sülz-wiesen, fulminant eröffnet mit einem Super-Feuerwerk am Freitagabend. Darauf lasst uns Brüderschaft trinken. Oder doch lieber Schwesternschaft? In diesem Sinne Prost.

Eure stadtlichter

Krank.

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Gefühlt ist nahezu an allen wichtigen Stellen jemand krank. Grippe schüttelt Lokführer und Bürokraten, Lehrer und Personaler. Sieht man die Berichte zu Feinstaub und Stickoxiden, mag man schon allein vom Lesen krank werden. An krank denkt man auch spontan, wenn man Bilder aus dem umkämpften Syrien sieht oder Vorschläge von einem der mächtigsten Männer der Welt hört, man brauche in den USA wieder Militärparaden und könne amoklaufenden Schülern Einhalt gebieten, in dem man die Lehrer bewaffnet. 3,5 Millionen Lehrer an allgemeinbildenden Schulen gibt es in den USA, das macht dann einen Auftrag von 3,5 Millionen Dienstwaffen… ein Schelm, wer Böses denkt. Genug der Krankheiten. Kommen wir zu Erfreulichem: Der bisher in Enthaltsamkeit lebende Norden – nein, nicht die Fastenzeit ist gemeint – wird nach dem Willen der Politik in den drei Nordländern Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg einen zusätzlichen Feiertag bekommen. Glück wäre es dann, wenn alle drei den gleichen nähmen… vor allem für die Pendler. Und die Zeichen stehen gut für den Reformationstag, schließlich haben wir alle beim intensiven Praxistest im vergangenen Jahr nur gute Erfahrungen mit dem 31. Oktober gemacht. Auch als Katholik. Noch eins: Am 25. März scheiden sich wieder die Geister in Frühaufsteher und Schlafmützen: Zeitumstellung. Die Uhr um eine Stunde vor. Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass irgendwann die Sommerzeit in ganz Europa bleibt. Auch wenn Winter ist. Mit „Lüneburg bewegt sich“ steht der nächste Verkaufsoffene Sonntag am 4. März mal wieder unter einem neugierig machenden Motto – konkret geht es um Elektro-Mobilität, über die man sprichwörtlich in den Fußgängerbereichen stolpern wird.

Apropos Fußgänger: Zwei interessante neue Stadtführungen hat das Stadtmarketing jetzt im Angebot, der Scharfrichter gibt im Rahmen einer Themenführung einen Einblick in seine nachhaltige Tätigkeit im mittelalterlichen Lüneburg, und mit dem Titel “Raus aus dem Korstett”, als tagesaktuelles Thema zum Frauentag am 8. März, beleuchtet Verena Fiedler die Rolle der Frau und ihre Chancengleichheit in der Geschichte der Stadt (Seite 10/11).

Bleibt zu hoffen, dass während unserer Produktionszeit im angekündigten „Gipfeltreffen“ Klarheit in Sachen „Arena Lüneburger Land“ geschaffen wurde, in diesem Sinne wünschen wir euch einen schönen Start ins Frühjahr

Eure stadtlichter

“Alle reden vom Wetter…

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… wir nicht.“ Das war tatsächlich mal ein Werbeslogan der Deutschen Bahn, früher jedenfalls. Müsste jemand mal ändern, denn seit der eine oder andere Sturm über die Lande fegt und reihenweise Bäume auf die Gleise wirft, werfen die Bahner allesamt bange Blicke auf des Waldes Saum zurück. Das Statement der Bahn am eigens einberufenen runden Tisch, für eine breitere freie Schneise links und rechts der Trassen gebe es keinen Handlungsbedarf, wurde schon einen Tag später Lügen gestraft: Sturmtief Friederike brachte den Fernverkehr der Deutschen Bahn komplett zum Erliegen. Wieder mal saßen Tausende fest – ärgerlich für die vielen, die gerade wegen des Wetters Bahn statt Auto nutzten, um sicher und pünktlich am Arbeitsplatz zu sein. Apropos Arbeitsplatz: Auf insgesamt neun Seiten in dieser Ausgabe gibt es Super-Stellen- und Ausbildungsplatzangebote in großer Zahl in vielen Branchen und Berufen, in Handwerk, Handel, Landwirtschaft, Informationstechnologie, in der Industrie, bei Versorgern, der Sparkasse und in Behörden (ab Seite 40). Es lohnt sich wirklich, genau hinzuschauen und sich auch gleich den Termin für die Ausbildungsbörse in der Lüneburger Agentur für Arbeit am 17. Februar zu merken, auf der viele der inserierenden Firmen präsent sind, ein weiterer Termin zu diesem Thema ist übrigens die Berufsinformationsbörse am 10. März in der IGS.

Nach der Arbeit kommt das Vergnügen, und das ist natürlich der andere Schwerpunkt in diesem Magazin – zum Vergnügen zählen wir selbstverständlich nicht nur Kultur, Konzerte, Kino & Comedy, sondern auch das Bummeln und Shoppen – diesmal auch bei ausgewählten Top-Adressen in Winsen (ab Seite 14).

Übrigens, wie haltet Ihr es denn mit dem Valentinstag, hopp oder top? An unserem Stammtisch zu diesem Thema schieden sich die Geister. Das werden sie auch sicher bei der Frage nach der Pappnase tun. Gelegenheiten, sie zu tragen, ergeben sich ja beim einen oder anderen Faschings-, Faslams-, Karnevals- oder Lumpen-Ball. In diesem Sinne: Lasst es krachen, vertreibt den Winter (Winter?) aus Euren Köpfen und denkt dran, am Aschermittwoch ist alles vorbei.

Eure stadtlichter

Schwungvoller…

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…Start ins neue Jahr. Auch wenn er in Lüneburgs historischem Stadtkern wegen des Böllerverbots wohl deutlich leiser und ungefährlicher ausgefallen sein dürfte, fehlte dem Jahreswechsel nichts an Schwung – beginnend mit Turbo-Adventszeit, bei der der 4. Advent gleich in einem Aufwasch mit Heiligabend gefeiert werden konnte, arbeitnehmerfreundliche Folge der Feiertage, freudige Weihnachtsmarktmacher allerorten, eine funktionierende große Koalition im Land von Harz & Heide (wer hätte das gedacht) und volle Kalender mit vielen Festen, Konzerten, Festivals wie dem Uelzen OpenR und dem A Summer’s Tale in Luhmühlen und anderen großen und kleinen Events. Da muss man sich doch einfach mitreißen lassen. Eine Vorausschau auf einige wichtige Lüneburger Ereignisse findet Ihr auf den Seiten 12 und 13, eine Vorschau auf die drei Top-Spiele des AEC im Januar auf Seite 39. Natürlich werden die Fußballfans unter uns auf richtig viel Schwung in den Beinen der DFB-Elf setzen, in der Hoffnung, dass sie bei der WM ab dem 14. Juni in Russland einen guten Start hinlegen und auch am 15. Juli um 17 Uhr noch im Rennen sind und dann zum Finale auflaufen werden. Schade, dass unsere italienischen Freunde nicht dabei sind, der Schock sitzt tief, damit hat wohl keiner gerechnet – allerdings haben die jetzt mit ihrem Panini-Album schon fertig. Kultur- und Veranstaltungsseiten blättern wäre jetzt unser Tipp, und so richtig Schwung in die Kultur-Bude, in diesem Fall in den Salon Hansen, wird die von stadtlichter präsentierte Comedienne Tahnee mit ihrem ersten Soloprogramm über Frauen, Männer, Lesben, Lügen und die Liebe bringen. Und noch einer wird nicht zu überhören sein, einer, dessen Name allein schon Programm ist: Gernot Hassknecht – er bringt 163 Zentimeter cholerische Kompetenz auf die Bühne des Kulturforums.

In diesem Sinne wünschen wir Euch allen einen schwungvollen Start ins neue Jahr  – im chinesischen Kalender ist es übrigens das Jahr des Hundes. Es beginnt zwar erst in einigen Wochen, am 16. Februar, aber es verspricht „Bewegung, Motivation und unkonventionelle Lösungen“. Wenn unsere Volksvertreter bis dahin noch keine funktionierende Regierung gebildet haben sollten – vielleicht hilft’s ja!

Eure stadtlichter

Schöne Bescherung

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Erst Erzrivalen, jetzt beste Freunde: Niedersachsens SPD und CDU haben vorgemacht, wie es gehen kann, wenn das Ziel, eine handlungsfähige Regierung zu bilden, über den Befindlichkeiten steht. Glückwunsch! Für den Bund kann man nur hoffen, dass es bei der Absage an eine Jamaika-Koalition bleibt, denn man muss kein Kaffeesatzleser sein, um Zweifel an der Dauerhaftigkeit und Handlungsfähigkeit dieser Liaison zu haben. Zu unterschiedlich sind die politischen Zielsetzungen der Beteiligten, zu ausgeprägt die Eitelkeiten der kleinen Partner. Schöne Bescherung also. Kann man also nur auf die Weisheit und Überzeugungskraft von Bundespräsident Steinmeier hoffen, die Parteien in ihre Pflicht zu nehmen. Eine schöne Bescherung möchten wir Euch auch mit dieser Ausgabe der stadtlichter bereiten. Also haben wir ganz viele Geschenkideen für Euch gesammelt und bieten außerdem einen großen Überblick über die wichtigsten weihnachtlichen Märkte in der ganzen Region. Mit Familie, Kollegen, Freunden über die Märkte zu streifen, in geselliger Runde klassischen Punsch oder eins der kreativen anderen heißen Getränke genießen ist ja eine schöne Tradition. Lasst Euch zwischen den Kunsthandwerkern und den Zuckerbuden treiben, genießt die Musik, die Chöre, die Blicke auf festlich beleuchteten Giebel, die angestrahlten Kirchen und Fassaden. In Ruhe genießen könnt Ihr auch die vielen kulturellen Highlights auf den Bühnen der Region – unser Veranstaltungskalender ist prall gefüllt mit Terminen aller Genres – und so manches Ticket wird sicherlich auch auf dem Gabentisch einen Platz finden. Apropos Ruhe: Lüneburgs historische Altstadt einschließlich des Naturschutzgebietes Kalkberg wird den Jahreswechsel deutlich ruhiger erleben, denn erstmals wurde zum Schutz der historischen Gebäude ein Böllerverbot verfügt. Ab 31. Dezember früh um 0 Uhr bis 24 Uhr am Neujahrstag ist es verboten, Feuerwerk, Böller und andere Pyrotechnik zu zünden. Dies gilt für das Areal, das sich von der Schießgrabenstraße bis zum Kalkberg und vom Liebesgrund bis zum Clamartpark erstreckt.

Wir wünschen Euch allen eine wunderschöne Adventszeit und ein friedliches Weihnachtsfest

Eure stadtlichter

Sprache, bunt und teuer

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Der Wählerwille bescherte den Politikern im Bund wie im Land vor allem eins: Hausaufgaben. Es gilt sich zusammenzuraufen, die Bildung einer Jamaika-Koalition im Bund stellt ebenso große Herausforderungen an die „Chefideologen“ wie die neue Gemengelage nach dem überraschenden Triumph der SPD im Lande Niedersachsen und der klaren Absage der FDP an eine Regierungsbeteiligung. Man darf also gespannt sein, wie bunt wir in den nächsten Wochen in die neue Legislaturperiode starten, und wie lange die Farbenpracht hält.

Apropos bunt: Der Wahlkampf hat auch zu beachtenswerten Wortschöpfungen geführt, in einem Teil der Republik betitelten sich die Nazis als „besorgte“ Bürger, dies wurde aber getoppt von einem Begriff, der im Gezänk um eine Variable in der Flüchtlingsobergrenze geprägt „Atmender Deckel“  heißt. Sorry für eine sprachliche Entgleisung an dieser Stelle… aber mal ehrlich, ist das nicht geil? Erinnert uns ein bisschen an Karl Mays Indianisch. Häuptling atmender Deckel.  Das wird teuer: Ernst genommen vom Gesetzgeber dürfen sich jetzt vor allem handynutzende Radfahrer fühlen, die sich bislang in einem nahezu rechtsfreien Raum wähnten, 55 Euro gilt es ab sofort dafür zu berappen. Da wird so manches Taschengeld zum Bußgeld werden. Handy- oder Tablet-Nutzung am Steuer kosten ab jetzt 100 Euro und einen Punkt. Rettungsgassen-Ignoranten sind jetzt mit mindestens 200 Euro dabei.

Und nun Erfreuliches:  Ein einmal gekauftes Ticket (7 € VVK, 10 € AK) gilt diesmal für satten Groove und coole Sounds in 14 Lüneburger Locations: Die Nacht der Clubs am 4. November ab 21 Uhr bietet Soul, Folk, Country, Blues, Rock, Rock’n’Roll, Clubmusic und mehr, und das alles live. Und nicht nur von seiner im Wachstum begriffenen (Glüh-)weinseligen Seite lernt man in Kürze Lüneburg auch wieder als Weihnachtsstadt kennen. Die Vorbereitungen für das traditionelle Weihnachtsmarkttreiben auf dem Marktplatz und das historische in der westlichen Altstadt laufen auf Hochtouren. Wir halten Euch in dieser und in der Dezember-Ausgabe der Stadtlichter natürlich auf dem Laufenden, was das Weihnachtsmarktgeschehen in der ganzen Region anbelangt.

Apropos historisch: Prof. Dr. Heinecke von der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen hat dem historisch interessierten Lüneburger eine App fürs Smartphone kreiert. Sie ermöglicht es dem Nutzer zwischen dem Heute und dem Lüneburg im Jahre 1600 zu springen. Wie sah der Fleck, auf dem ich jetzt stehe, vor 400 Jahren aus? Spannend, dazu kostenlos im playstore (Appnach1600). Viele andere spannende wie unterhaltsame Themen in dieser Ausgabe. Ansonsten: Willkommen in der Winterzeit. In diesem Sinne kommt gut durch den November

Eure stadtlichter