Editorial

Die Kuh ist vom Eis…

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Der meteorologische Winter hatte noch nicht ganz begonnen, da war schon „die Kuh vom Eis“. Nach sechs Jahren endloser Diskussionen ist das Produkt nun gereift und die Mehrheit der Kreistagsabgeordneten hat sich in öffentlicher Sitzung und offener Stimmabgabe (38:20) für den Bau der „Arena Lüneburger Land“ ausgesprochen. Zur Freude vieler, allen voran die Volleyballer der SVG Lüneburg, die gerade mal vier Tage vor der Abstimmung mit einem 15:13-Sieg gegen den amtierenden Meister Berlin Volleys das Ticket für das Pokalfinale am 24. Februar lösten. Stellvertretend für viele Künstler und Eventplaner darf sich auch Campus-Chef Klaus Hoppe freuen, der ja seit geraumer Zeit mit den Hufen scharrt, nimmer müde werdend, überzeugende Plädoyers für die Arena zu halten. Apropos Eis: Nicht ganz so erfolgreich zeigt sich der AEC derweil, dessen Kuh steht sprichwörtlich noch auf dem Eis, nachdem Trainerwechsel und Neuaufstellung erstmal Tribut forderten. Gut Ding will wohl Weile haben. Auch weil durch Insolv- und Turbulenzen einiger Nordclubs oft unklar ist, gegen wen aus welcher Liga man eigentlich wirklich antritt.

Wir Stadtlichter wünschen allen Lesern und Inserenten ein tolles und erfolgreiches 2019 – packen wir’s an. Und es geht auch gleich gut los, werft Blicke in unsere Termineseiten. Vollgepackt mit Theater und Film, Chor und Konzert, Ausstellung und Atelier, Party und Pappnase. Es ist eine wahre Freude. 

Apropos Vielfalt: Wir haben den Jahreswechsel dazu genutzt, statt unserer üblichen Reportage den Präsidenten der Leuphana Universität zu bitten, einmal in einem Abriss darzustellen, was die Leuphana eigentlich heute ausmacht und leistet. Wohlgemerkt, die Leuphana Universität ist mehr als ein – zugegeben polarisierendes – Zentralgebäude. Übrigens, abgesehen von Lehre und Forschung hat es die Vermarktungsgesellschaft geschafft, eine ganze Reihe zum Teil inzwischen ausverkaufter Veranstaltungen im LeuMaxx, sorry, im Audimax der Leuphana zu organisieren. Und die Gastro soll auch bald funktionieren.

Wir dürfen gespannt sein… besser gesagt, wir freuen uns sehr auf das eine oder andere.

In diesem Sinne

Eure stadtlichter

Farbwechsel

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Endlich kommt sie wieder, die Zeit mit heimeligem Kerzenschein auf Adventskränzen, mit dem würzigen Duft von Weihnachtsgebäck und Glühwein – und den zumindest in Lüneburg aus Bechern mit dem Libeskind-Bau als Motiv. Die Zeit der großen und vielen kleinen Weihnachts- und Kunsthandwerkermärkte, auf Marktplätzen ebenso wie in zahlreichen historischen Vierteln und Innenhöfen, auch in den Dörfern der Region. Geht’s Euch auch so, dass Ihr Euch nach den ganzen Amerikanismen von Halloween, Thanksgiving, Sale, Supersale und Megasale, von Schwarzen Freitagen und ganzen Wochen, bei einem Billigflieger (unglücklicherweise) gar Black Flyday genannt, Cyber-Montagen und was weiß ich noch alles, so richtig nach beschaulicher, besinnlicher klassischer Adventszeitstimmung sehnt? Den vorgezogenen Weihnachtskaufrausch gegen Gedanken eintauscht, wann ist meine Stadt wieder beleuchtet, wann belebe ich meine sozialen Kontakte wieder und gehe mit Familie, mit Freunden oder Kollegen zu einem Weihnachtsmarkt, wie soll denn diesmal der Weihnachtsbaum aussehen, was gibt’s Leckeres zu den Feiertagen? Was man so zur persönlichen Entschleunigung tun kann, ganz, ganz viele Ideen zu diesen Themen findet Ihr in dieser stadtlichter-Ausgabe. Apropos Entschleunigung, nicht die Herzfrequenz der AEC-Fans bei den ersten Siegen der Saison in Pokal und Liga mit dem neuem Trainer, nicht die der SVG-Fans beim 3:1 in Frankfurt, auch nicht das Herzflimmern bei frisch Verliebten, sondern das lebensbedrohliche Vorhofflimmern ist das Thema unserer aktuellen Reportage in dieser Ausgabe. Im Gegensatz dazu bieten wir auf vielen Seiten Tipps und Termine, die das Herz erfreuen sollen, auch viele Veranstaltungen im kommenden Jahr, deren Karten gut unter Euren Weihnachtsbaum passen werden, vom Konzert übers Ballett bis zur Oper, von Comedy übers Kabarett bis hin zu den großen Festivals in der Region, allen voran das OPEN R in Uelzen und das A Summer‘s Tale in Luhmühlen. Etwas gemeinsam mit dem Beschenkten erleben zu können… doppelte Freude. Das Herz höher springen lassen, dieses Gefühl können wir einigen Lesern auch in dieser Ausgabe schenken, dann, wenn sie als Gewinner einer unserer tollen Verlosungen in diesen Seiten benachrichtigt werden. Auch die 18-jährige Jacqueline Dittmers konnte gerade erst hr Herz springen spüren, wurde sie doch zur Adendorfer Eiskönigin gewählt. Glückwunsch! 

In diesem Sinne, genießt die Zeit der Vorfreude, genießt die stadtlichter-Lektüre. Wir wünschen Euch eine schöne, besinnliche Vorweihnachtszeit und ein frohes Fest! Am 28.12. ist dann, pünktlich wie immer, die Januarausgabe der stadtlichter überall erhältlich.

Eure stadtlichter

Heisse Phase

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Es geht heiß her. Nein, diesmal nicht gemeint in Richtung Klima und Fahrverbot, Landtagswahlen und Watschenbäume, sondern beispielsweise der Start in die Glühwein-Saison. Allerorten wird bereits kräftig aufgerüstet, um Glühwein weiß oder rot, mit oder ohne Schuss, Lumumba, Eierpunsch und ähnlich Teufelszeug rechtzeitig zum Beginn der Adventszeit zum Dampfen zu bringen. Natürlich in der Hoffnung, dass spätestens einige Tage vor dem 1. Advent der Sommer vorbei ist, die letzten Freibäder geschlossen sind und alle Fähren wieder fahren können – bevor das Elbe-Rinnsal möglicherweise bald zufriert. Verkehrte Welt. Heiß her geht’s schon seit ein paar Wochen im heißesten Kühlhaus des Nordens, dem Walter-Maack-Eisstadion. Der AEC ist zwar in den ersten Spieltagen noch nicht so richtig in Schwung gekommen, aber Verantwortliche und Spieler sind voller Zuversicht und Energie. Das müssen sie auch, denn der November stellt die Adendorfer Kufen-Cracks gleich vor drei große Herausforderungen: Bremen, der HSV und Nordhorn machen hier ihre Aufwartung. Auch die Bundesliga-Volleyballer haben im November eine Reihe Herausforderungen zu bestehen, während die Salzstadtkeiler, Lüneburgs Inlinehockey-Truppe, bereits ihre Regionalliga-Meisterschaft in der Tasche haben. Heiße Zeiten auch für die vielen ausgehfreudigen Lüneburger und Gäste, denn gleich am 3. November laden 18 Lüneburger Locations zur 14. Nacht der Clubs ein. Der Clou: 18 Mal Livemusik und nur einmal 8 Euro Eintritt zahlen.

Noch einmal sei das Wort heiß hier bemüht, denn für die Schulabgänger 2019 beginnt jetzt die heiße Phase in Sachen Berufswahl. Damit die gut gelingt, bieten jetzt bereits zwei Veranstaltungen professionelle Hilfen für Schüler und deren Eltern an, die Ausbildungsbörse der Arbeitsagentur in Uelzen und die Messe parentum in der Oberschule am Wasserturm in Lüneburg. Aktiv mit dabei sind zahlreiche Ausbildungsbetriebe der Region mit ihren Angeboten. Der frühe Vogel…

Apropos Wurm: Der ist offensichtlich drin in der bunten Shopping- und Gastrowelt der Hansestadt. Jedenfalls kann man aktuell gar nicht darüber hinwegsehen, wie viele Betriebe in den Flaniermeilen Lüneburgs dunkel sind. Das ist in der Gastro-Meile Schröderstraße besonders auffällig, aber auch in guten Lagen der Grapengießerstraße klaffen unübersehbare Lücken. An unserem Stammtisch haben wir Passanten nach ihren spontanen Ideen für diese vielen Leerstände gefragt. Mehr auf Seite 14. Da eine Reihe unserer Weihnachtsmärkte bereits in der Woche vor dem 1. Advent öffnen, allen voran der größte Markt der Weihnachtsstadt Lüneburg vor dem Rathaus, haben wir in dieser Ausgabe schon mal eine Vorschau für euch zusammengestellt.

In diesem Sinne wünschen wir Euch allen einen guten Start in die graue Zeit, hellt sie Euch einfach auf mit den vielen Angeboten an Kultur, Comedy, Musik und Geselligkeit, zum Beispiel beim After-Work-Punsch mit Kollegen, Freunden, Familie.

Eure stadtlichter

Heisser Herbst?

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…ist das nicht toll? Du trittst im Beruf voll daneben und bekommst zur Strafe eine Beförderung, also einen besseren Job mit mehr Geld angeboten? Und wenn jemand mault, wird einfach eine neue Planstelle für Dich erfunden, „Sonderberater” heißt sie. Klingt nicht nach freier Wirtschaft, oder? Ist es auch nicht. Es ist Unmut erzeugendes, verdrießliches Staatshandeln. Die älteren unter den Lesern kennen vielleicht noch die TV-Serie aus dem ZDF übers „Königlich bayerische Amtsgericht”. Ähnlichkeiten zu der Possenserie über die „gute, alte Zeit” von Gerhard Lohmeier sind sicher zufällig. Aber im Ernst, eines der Grundprobleme der aktuellen Misere macht der Koalitions-Schlingerkurs gerade deutlich: Der Gesetzgeber muss endlich einen gemeinsamen Termin für alle Landtagswahlen schaffen, es kann doch nicht sein, dass durch Dauer-Länderwahlkampf und damit zusammenhängende Befindlichkeiten die Bundespolitik gar nicht mehr stattfindet. Selbst EU-Partnerländer fragen schon unverhohlen, wann in Deutschland denn wieder regiert werde. Man könnte meinen, die „großen Volksparteien” (mein Deutschlehrer von damals hätte jetzt rot an dieser Stelle angemerkt „veralteter Sprachgebrauch”) lassen im Moment nichts unversucht, den Rechtspopulisten die Stimmen in Maaßen, sorry, in Massen zuzuschanzen.

Genau so aufregend, gar mörderisch – aber auf literarischem Terrain – ist das, was sich in Lüneburg in den nächsten Wochen beim 9. Krimifestival abspielen wird, ein Reigen großer Autoren ist in dem Programm dazu in dieser Ausgabe zu finden. Und wer sich in Lüneburgs Unterhaltungsszene tummeln möchte, dem empfehlen wir zum einen die Nacht der Clubs, mit einem einzigen Ticket viele Live-Acts in den Locations der Stadt, zum anderen die Live-Events mit den Besten aus der Comedian-Szene, präsentiert von FKP Scorpio und stadtlichter. Apropos Events: Bis ein neuer Geschäftsführer für die Lüneburg Marketing GmbH gefunden ist, führt Ralf Hots-Thomas, Mitglied der Geschäftsleitung eines Hamburger Unternehmens, das auch Stadt- und Tourismusmarketing betreibt, als Interims-CEO in Teilzeit die Geschäfte.  

Auch im Sport geht‘s weiter, die Ligen sind wieder aktiv, und nachdem die Sommerhitze passé ist, kann auch der Adendorfer EC in der Regionalliga Nord an den Start gehen. Zum Thema Sportstätten: Leider parallel zu unserem Druckbeginn hat sich (hoffentlich) die Mehrheit des Lüneburger Kreistages dafür entschieden, mit der Campus Management GmbH den Betreibervertrag für die Arena zu schließen. Die europaweite Ausschreibung für die umfangreichen Gewerke für das gut 12 bis14 Millionen Euro teure Objekt, das Lüneburg als Ort für Kultur und hochklassigen Sport attraktiver machen soll, ist raus, mit den Angeboten rechnet die Verwaltung noch im Oktober. Weiteres Thema war die Wiederaufnahme der Planung für eine Elbquerung bei Neu Darchau, die die Wiedervereinigung des Landkreises Lüneburg sinnvoll vollenden müsste. Ganzjährig. Bei Hitze und Frost. 

In diesem Sinne, genießt den stürmischen Herbst, in welcher Form auch immer… 

Eure stadtlichter

Woher der Wind weht…

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…ist städtebaulich von großer Bedeutung. Hättet Ihr‘s gewusst? Ein vom Lüneburger Stadtrat in Auftrag gegebenes Klimagutachten durften sich kürzlich die Mitglieder der Fachausschüsse und interessierte Bürger zu Gemüte führen, die Geo-Net-Experten aus Hannover legten dar, wo Lüneburg die Hebel ansetzen muss, will es klimaverantwortlich handeln und Lebensqualität erhalten. Stadtklima-analyse heißt das Stichwort, das tatsächlich auch die Frage danach aufwirft, woher der Wind weht; konkret, auf welchen Wegen kommt Kaltluft in „städtische Wärmeinseln“ und welche Rolle kommt den Grünflächen, den Flussauen und der Ilmenau zu. Nächtliche Differenzen bis zu 8 Grad finden sich bei Wetterlagen wie in diesem Sommer zwischen Außenbereichen und Altstadt. Apropos Wind: Lüneburgs Marketinggesellschaft ist nach vorzeitigem Ausscheiden des Geschäftsführers „wieder mal“ führungslos (aber die Mitarbeiter werden’s „wieder mal“ richten, sie haben ja inzwischen Übung darin), und das politische Führungsteam der Hansestadt ist nach Rücktritt des Bürgermeisters Dr. Scharf mit der Wahl von Christel John (CDU) wieder komplett. 

Das Klima war ja den langen Sommer über das Thema schlechthin. Hitzerekorde in Höhe und Dauer, Dürre in der Landwirtschaft, Ebbe in der Elbe und katastrophale Brände waren die Schreckensnachrichten. Da fiel die Freude über einen Supersommer ja eher sparsam aus, manchmal hatte man schon ein schlechtes Gewissen beim Sonnencremekauf. Irgendwie outete man sich dabei als jemand, der oder die den Sommer allen Widrigkeiten zum Trotz genießen wollte, an Ostsee, Nordsee, Inselsee oder auf dem Balkon. Die Kneipenmeilen der Innenstädte, ob an der Ilmenau, Elbe oder an der Luhe gelegen, feierten hierzulande ungewohntes mediterranes Flair… Aber: Alles hat seine Zeit, und so wenden wir uns blitzschnell anderen Themen zu: Der September wird mit der historischen Handwerkerstraße in der westlichen Altstadt eingeläutet, die Feierei geht weiter mit dem Zillertaler Abend, mit dem 33. Lüneburger Oktoberfest und dem Herbstmarkt (7.-11.9.) auf den Sülzwiesn und mit den Festspielen zu den Sülfmeistertagen. Auch im Luhepark geht’s zünftig her beim Winsener Oktoberfest vom 21. bis 30. September.  Und Indoor geht’s wieder los, Comedy steht an, auf allen Kanälen. Theater, Kino, Konzert und Party: der Terminkalender ist voll davon (auch als App für Android runterzuladen). Außerdem sei ein herzlicher Glückwunsch in Richtung Theater gesandt: In der letzten Spielzeit konnte Intendant Fouquet mehrals 120.000 Besucher begeistern, mehr als je zuvor und eine Riesenleistung für das Team des Dreispartentheaters, vom Pförtner über die Kostümschneider, Schauspieler, Sänger, Tänzer bis zum Zahlenjongleur! Hochachtung! 

In diesem Sinne wünschen wir Euch allen einen schönen Start in die neue Zeit, in der man wieder Socken und Jacketts und lange Hosen trägt und alle Reize versteckt – wenn man von Krachlederner und dem feschen Dirndl mal absieht… 

Eure stadtlichter

Fofftein? Fofftein!

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15 Kerzen müssten in diesem Jahr auf der Geburtstagstorte brennen für 15 Jahre stadtlichter. Kaum zu glauben, wie die Zeit rast 2003 hat die Journalistin Katja Müller die stadtlichter aus der Taufe gehoben, zunächst unter dem Namen „projekt 41/31“ als Stadtmagazin für Lüneburg und Umgebung, daraus wurde kurz später dann „stadtlichter“ und bezog Uelzen, Bad Bevensen und Winsen mit ein. Mit dem Wandel Lüneburgs von der Garnisonsstadt zur Universitätsstadt zog das kulturelle Angebot an, die Kneipenszene veränderte sich, der Einzelhandel wandelte sich, Lüneburg hatte ein neues, dynamisches Eigenleben entwickelt. Beste Voraussetzungen also, hier ein Stadtmagazin, ein Veranstaltungsmagazin zu etablieren.  15 Jahre stadtlichter, seit 2011 erscheinen sie im NordMagazine Verlag, sind ein Anlass, auch mal fofftein zu sagen, mal innezuhalten, Luft zu holen, mal zu schauen , wo stehen wir eigentlich jetzt mit dem „Projekt stadtlichter“. Und mit ein wenig Stolz mögen wir sagen, wir sind mit dem, was wir tun, mitten in der Region angekommen, haben viele große und kleine Veranstalter, professionelle Anbieter, Künstler, Kulturschaffende jedes Genres mit ihren Angeboten und Anliegen ins Boot holen können, um jeden Monat zwar längst nicht alles, aber eben doch vieles bieten und empfehlen zu können. Wir erfahren immer wieder aufs Neue, wie groß das Interesse an stadtlichter ist, die Reaktionen bei unseren Stammtischaktionen, auf Kartenverlosungen und Gewinnspiele spiegeln dies auch eindrucksvoll wider. Wir sind jetzt genau dort, wo wir hin wollten: Wir sind bei Euch angekommen. Zum Leben in der Region gehört natürlich noch viel mehr als nur die Freizeit zu gestalten, und so sind wir auch darüber erfreut, dass so viele Inserenten aus Handel, Handwerk und Dienstleitung die stadtlichter nutzen, um immer wieder aufs Neue ihre Werbung darin zu platzieren. Job & Karriere sind ebenso regelmäßige Themen in stadtlichter, auf diesen speziellen Seiten finden sich (auch in dieser Ausgabe wieder) seitenweise Stellenanzeigen für qualifizierte Arbeitsplätze, für Ausbildungs- und Studienangebote. Wir freuen uns, Euch heute eine besonders schöne Ausgabe präsentieren zu können, mit freundlichen Grußworten, mit herzlichen Wünschen, mit tollen Angeboten unserer Inserenten, mit Berichten über acht Festivals, mit vielen Verlosungen, darunter sogar ein Fahrrad, mit kleinen Döntjes über uns persönlich und mit ganz viel von dem, was wir am besten können: informieren, unterhalten.

Es ist uns eine Freude, dass Ihr unsere Leser und unsere Inserenten seid!

Eure stadtlichter

Runde Sachen

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… rollen alsbald wieder ins Eckige: Die Fußball-WM steht bevor, am 17. Juni um 17 Uhr ist Anstoß für das DFB-Team gegen Mexico in Moskau. Ganz schön exotisch… und noch so weit entfernt, nicht nur geo-grafisch. Den Eindruck hatten wir jedenfalls vor wenigen Tagen, als wir mit unserem Stammtisch in der Lüneburger City die Leute nach ihrem Fußballfieber befragten. Noch war alles verhalten… aber das wird noch. Und die Regale mit allen möglichen Devotionalien in schwarz-rot-gold sind voll. Die Stimmung wird steigen, da sind wir sicher: Spätes-tens beim Gemeinschaftserlebnis Public Viewing – im großen Stil auf dem Lüneburger Marktplatz angeboten – wird es eine runde Sache. Und damit das 46. Lüneburger Stadtfest insgesamt eine runde Sache wird, lädt die Lüneburg Marketing bereits am Donnerstag, 14. Juni zu einer Pre-Opening mit einer „Offenen Bühne“ ein, auf der sich Nachwuchstalente musikalisch darstellen können. Das gesamte Stadtfestprogramm liegt wie seid vielen Jahren hand- und hosentaschengerecht 14-tausendfach als „Stadtfest-Guide“ dieser Ausgabe bei, weitere Exemplare für unsere Gäste gibt’s natürlich während der „Festtage“ an den Ständen und in anliegenden Geschäften. Service aus dem Hause stadtlichter. Apropos Service: Auf unseren fünf Seiten zum Thema Freizeitspaß haben wir eine große Auswahl wirklich interessanter, spannender, kurzweiliger Ausflugsziele direkt vor der Tür und im weiteren Umfeld zusammengestellt für diejenigen, die einige ihrer Ferienwochen zu Hause verbringen werden oder hier als Urlauber zu Gast sind. Ein Ziel mussten wir leider kurzfristig herausnehmen, ein technischer Defekt in einer Werkstatt des Museums Lüneburg hat einen Brandschaden verursacht und den Betrieb vorübergehend lahmgelegt. Handel im Wandel – Wandel im Handel. Zumindest in einem Bereich gibt’s eine bemerkenswerte Entwicklung, nämlich keine: Experten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) haben eine erfreuliche Tendenz im Einzelhandel mit Lebensmitteln, Kosmetika und Tierfutter ausgemacht, so war es kürzlich in den Wirtschaftszeilen der überregionalen Medien zu lesen. Der sorgenvoll beäugte Versuch von Amazon & Co., dem Supermarkt online Konkurrenz zu bieten, startete im Mai 2017 und blieb nach neuesten Zahlen weit hinter den Erwartungen zurück, verharrt in der Kategorie „Unbedeutend“. Online Fisch & Kartoffeln zu ordern, trifft wohl nur kleine Zielgruppen. Einkaufen ist einfach ein sinnliches Erlebnis. Finden wir. In diesem Sinne wünschen wir Euch einen ereignisreichen, fröhlichen und sommerlichen Juni – und arbeitet aktiv gegen den „Handy-Nacken“: Geht aufrecht, blickt in die Schaufenster und kauft ein.

Eure stadtlichter

Tatort (e)

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Endlich fand denn mal wieder ein „unechter Tatort“ in Lüneburg statt, nach Schießereien, erfolgreichen Nachermittlungen im Fall Birgit Meier, Göhrdemord-Nachspiel, explodiertem Restaurant, Millionenbetrügereien war es eine Wohltat für die strapazierte Lüneburger Seele, dass es sich Ende April tatsächlich um eine Krimiinszenierung drehte, in der Wotan Wilke Möhring als Ermittler Thorsten Falke und Franziska Weisz als Kommissarin Julia Grosz die Hauptfiguren waren. So manches Klischee hätte nicht unbedingt bemüht werden müssen, dennoch war man in diesem Fall als Lüneburger auf der sicheren Seite, den Spuk bei Bedarf mit der „Aus“-Taste des heimischen Fernsehers tatsächlich beenden zu können. Ums Beenden sollte es auch bei der Kreistagssitzung am 23. April gehen (deren Ende leider nach unserem Druckbeginn lag). Und zwar ums Beenden der Hängepartie um den oder die Betreiber der Arena Lüneburger Land – insbesondere für den Sport ein unerquickliches Thema. Ob die Lösung dann in einer kreiseigenen Betreibergesellschaft oder auf die schon mit den Hufen scharrende heimische Campus Management fällt oder ob man sich der Prozedur einer europaweiten Ausschreibung stellen muss, wird sich zeigen. Jedenfalls hat die Stadtverwaltung schon mal Optimismus verbreitet und den bisher gültigen Straßennamen „Am Schlachthof“ entschärft, damit sportliche Gegner sich zukünftig überhaupt hierhin trauen: Lüner Heide heißt die Straße nun… es wäre zu schön gewesen, den einen oder anderen Gegner genüsslich zum Wettkampf auf dem Schlachthofgelände einzuladen.

Apropos genüsslich: Der Verkaufsoffene Sonntag am 6. Mai in Lüneburg steht unter dem Motto „Lüneburg ganz kulinarisch“ und wird neben tollen Angeboten der heimischen Gastroszene seinen Höhepunkt darin finden, an mehr als 20 Foodtrucks, die am Ochsenmarkt vor dem Landgericht stehen werden, allerlei Köstlichkeiten zu genießen.

Ganze fünf Tage lang feiern die Winsener und ihre Gäste vom 9. bis 13. Mai ihr 41. Stadtfest. Auch hier wandern Leckereien über die Foodtruck-Theken, und sich ordentlich zu stärken ist besonders wichtig für die Teilnehmer am 1. Winsener „Strongman-Cup“. Lüneburg muss noch ein bisschen ausharren, das große Lüneburger Event – mit Public Viewing zur Fußball-WM – steht ja erst vom 14. bis 17. Juni an.

Und frisch wird’s: Die Freibadsaison in der Region wird aktuell eröffnet, alles Wissenswerte über die zehn wichtigsten Bäder in der Umgebung findet Ihr auf den Seiten 19 bis 21. Wer es lieber romantisch mag, der sollte sich unbedingt den 5. oder 12. Mai in den Kalender schreiben: Bad Bevensen lädt ein zu den Romantischen Kurparknächten. Schöne Idee, sollte man sich nicht entgehen lassen.

In diesem Sinne wünschen wir allen einen wunderschönen Start in den Mai – der Auftakt mit einem tollen Vier-Tage-Weekend war ja schon mal nicht schlecht.…

Eure stadtlichter

Krämer/in ?

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Kennen Sie Marlies Krämer? Nein? Die 80-jährige Saarländerin wird sicher noch mehr Geschichte schreiben., auch wenn sie gerade am BGH mit ihrer Forderung nach Umstellung der Sparkassenformulare auf die Nennung beider Geschlechter in der Signatur – also Kunde/Kundin (oder muss aus Höflichkeit die Dame zuerst?) gescheitert ist. Ob sie dann mit Marlies Krämer oder lieber doch mit Marlies Krämerin unterschreiben würde… ist nicht überliefert. Aber im Ernst, angeschoben hat sie damit sicherlich ein Umdenken, das vielleicht ja sogar mit einigen zusätzlichen Seiten im Duden enden wird, mit Seiten, die neutrale geschlechtslose Bezeichnungen für jeden Menschen in jedem Zusammenhang auflisten, denn es gibt ja – wie wir wissen – nicht nur männlich oder weiblich. So freuen wir uns nun darauf, was aus Gesetzen, Funktionen oder aus Hymnentexten wird, ganz zu schweigen eben aus Vaterland, Mutterboden, Mutterwitz oder dem Leitspruch der französischen Revolution. Was, bitte, wird aus Fraternité? Gut dass die Franzosen jetzt den Euro haben, auf diesen Münzen steht das Unwort ja wohl nicht drauf. Oder doch? Meinungen zu diesem Thema haben wir diesmal auch (ernsthaft) an unserem Stammtisch erfragt (Seite 16).

Apropos Ernst: Den Ernstfall oder Daten-Super-Gau hat uns aktuell das Umfeld von Herrn Zuckerberg beschert und uns nun gezeigt, wie man aus einer Reihe geklauter Datensätze von Facebooknutzern und deren Facebookfreunden und deren Facebookfreunden, deren Freunden und deren Freunden und deren Freunden 50 Millionen Datensätze machen kann, die der Welt wahrscheinlich diesen Trump beschert haben. Auch dafür wird Zuckerberg sich eines Tages vielleicht noch entschuldigen müssen. Sportlich, aber im positiven Sinne, geht es aktuell und hochklassig in der Region vorwärts, der Adendorfer EC zog bei den Play-Offs ins Finale und beendete mit seinem neuen Coach Falko Kucharek die Saison erstmals als Vizemeister. Hoch hinaus zieht auch die SV Gellersen, sie hat es auch bis in die Play-Off-Runde geschafft, leider stand bis zu Druckbeginn dieses Magazins noch nicht fest, wer der Gegner in dieser Runde ist … wir drücken auch hier alle Daumen.

Weiteres: Die Regionalligisten auf den Rollen lösen die Kufencracks ab, die Keiler-Rotte, also die Inline-Hockeytruppe des VfL, geht in der Sporthalle im Lünepark an den Start und bietet gleich fünf hochklassige Heimspiele in dieser Saison… Wer es sportlich und festlich haben möchte, der gibt sich dieEhre und ist zu Gast beim 1. Lüneburger Theaterball – am 13. April im Theater, mit den Symphonikern und nite club, leckerem Essen und theatralischen Überraschungen. Und wer es „rummelig“ mag, freut sich auf den Frühjahrsmarkt vom 27. April bis 1. Mai auf den Sülz-wiesen, fulminant eröffnet mit einem Super-Feuerwerk am Freitagabend. Darauf lasst uns Brüderschaft trinken. Oder doch lieber Schwesternschaft? In diesem Sinne Prost.

Eure stadtlichter

Krank.

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Gefühlt ist nahezu an allen wichtigen Stellen jemand krank. Grippe schüttelt Lokführer und Bürokraten, Lehrer und Personaler. Sieht man die Berichte zu Feinstaub und Stickoxiden, mag man schon allein vom Lesen krank werden. An krank denkt man auch spontan, wenn man Bilder aus dem umkämpften Syrien sieht oder Vorschläge von einem der mächtigsten Männer der Welt hört, man brauche in den USA wieder Militärparaden und könne amoklaufenden Schülern Einhalt gebieten, in dem man die Lehrer bewaffnet. 3,5 Millionen Lehrer an allgemeinbildenden Schulen gibt es in den USA, das macht dann einen Auftrag von 3,5 Millionen Dienstwaffen… ein Schelm, wer Böses denkt. Genug der Krankheiten. Kommen wir zu Erfreulichem: Der bisher in Enthaltsamkeit lebende Norden – nein, nicht die Fastenzeit ist gemeint – wird nach dem Willen der Politik in den drei Nordländern Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg einen zusätzlichen Feiertag bekommen. Glück wäre es dann, wenn alle drei den gleichen nähmen… vor allem für die Pendler. Und die Zeichen stehen gut für den Reformationstag, schließlich haben wir alle beim intensiven Praxistest im vergangenen Jahr nur gute Erfahrungen mit dem 31. Oktober gemacht. Auch als Katholik. Noch eins: Am 25. März scheiden sich wieder die Geister in Frühaufsteher und Schlafmützen: Zeitumstellung. Die Uhr um eine Stunde vor. Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass irgendwann die Sommerzeit in ganz Europa bleibt. Auch wenn Winter ist. Mit „Lüneburg bewegt sich“ steht der nächste Verkaufsoffene Sonntag am 4. März mal wieder unter einem neugierig machenden Motto – konkret geht es um Elektro-Mobilität, über die man sprichwörtlich in den Fußgängerbereichen stolpern wird.

Apropos Fußgänger: Zwei interessante neue Stadtführungen hat das Stadtmarketing jetzt im Angebot, der Scharfrichter gibt im Rahmen einer Themenführung einen Einblick in seine nachhaltige Tätigkeit im mittelalterlichen Lüneburg, und mit dem Titel “Raus aus dem Korstett”, als tagesaktuelles Thema zum Frauentag am 8. März, beleuchtet Verena Fiedler die Rolle der Frau und ihre Chancengleichheit in der Geschichte der Stadt (Seite 10/11).

Bleibt zu hoffen, dass während unserer Produktionszeit im angekündigten „Gipfeltreffen“ Klarheit in Sachen „Arena Lüneburger Land“ geschaffen wurde, in diesem Sinne wünschen wir euch einen schönen Start ins Frühjahr

Eure stadtlichter