Editorial

Wonne!?!

editorial

Jetzt haben wir ihn endlich, den Wonnemonat Mai. Unser Jetlag nach der Uhrenumstellung ist verflogen, wir erfreuten uns bereits zu Ostern sommerlicher Temperaturen, und ganz Wagemutige warfen sich gleich ins kühle Nass: Dahlenburgs Wetterfrösche hatten es wohl erahnt und allen Unkenrufen zum Trotz ihre Schwimmmeister zum Dienst gebeten… So ernüchternd wie der Sprung ins kalte Wasser war auch das, was der Kreisausschuss in seiner vorösterlichen Sondersitzung beriet, genau am Grün-Donnerstag. Grün nicht, weil Grün die Hoffnung ist, Grün kommt im Falle Ostern von „grienen“, weinen. Und im Dilemma „Arena Lüneburger Land“ passt das bes-tens, wieder einmal ist es soweit, dass einem die Tränen kommen. Nicht nur bei den Volleyballern oder den zukünftigen Betreibern, deren Veranstaltungsakquise auf tönernen Füßen steht, auch beim „Durchschnittsbürger“, der schlicht den Glauben an diejenigen verliert, die mit gestrengen Maßstäben über die Statik jedes ach noch so unbedeutenden Geräteschuppens befinden. Die ersten Millionen sind verbaut, und nun muss die Statik – bauverzögernd – geprüft werden.  Gut, dass es jemand gemerkt hat. Aber es hat auch was Gutes: Die „gewonnene“ Zeit soll genutzt werden, aktiv an der Kostenschraube zu drehen, rückwärts wohlgemerkt. Zurück zur Wonne, zur Freude. Der Monat Mai, Ihr werdet es in diesem Magazin bemerken, hat viel zu bieten, in unterschiedlichster Form: Wichtigste Veranstaltung für alle, denen Demokratie und Selbstverwaltung vor der eigenen Tür und im großen Rahmen am Herzen liegt, sind die Wah-len am 26. Mai 2019. Europawahl, Landratswahl in Lüneburg und die Wahlen zahlreicher Bürgermeis-ter in Gemeinden und Samtgemeinden stehen an. Wer Sorge hat, wegen des schönen Wetters am 26. nicht rechtzeitig ins Wahllokal zu gelangen: Briefwahl ist einfach. Und frei wählen zu können, ist schon eine Freude.

Muttertag steht bevor, an Christi Himmelfahrt gibt’s gleich zwei Gründe der Freude, zählt man den Vatertag hinzu. Auch Essen bereitet Freude, und so steht der nächste verkaufsoffene Sonntag unter dem Motto „Lüneburg ganz kulinarisch“. Lüneburgs Gastronomie ist hierfür gut aufgestellt und wird von einer ganzen Karawane Foodtrucks mit ihren Spezialitäten bereichert. Wie kriegt man es wieder weg? Für den Lüneburger Firmen lauf trainieren und teilnehmen (Seiten 24/25). Oder mal in den Läden stöbern, die Regionales anbieten (Seiten 27-29).Viel Freude wünschen wir Euch nun bei der stadtlichter-Lektüre mit vielen Highlights für jeden Geschmack.

Unser Tipp für Mai-Romantiker: Kreuzt doch mal bei den Bevensener Kurparknächten auf und lasst Euch dort be- und verzaubern. In diesem Sinne wünschen wir Euch einen wunderschönen Mai…

Eure stadtlichter

Getöse…

editorial

Was für ein Getöse… Irgendwie bekommt man als Normalbürger immer mehr den Eindruck, die Welt hat nur noch wenige Themen im Fokus. Brexit in Europa, Notstand in den Staaten, Spionageangst vor China. Da nimmt sich doch so eine Diskussion um ein paar Millionen Invest mehr oder weniger für Lüneburgs aktuellstes Bauobjekt, die Arena Lüneburger Land, wahrlich als völlig banal aus. Aber just das ist es, was uns grundlegend bewegt. Wie können wir Vertrauen in die „große“ Politik haben, wenn das Augenmaß bei den Verantwortlichen nicht mehr zu funktionieren scheint? Bei der Gorch Fock fällt irgendwann auf, dass die Renovierungskosten um mehr als das 13-Fache höher liegen, da klingt das Finanzdebakel um die Halle doch eher bescheiden, oder? Es ist schade, dass auf so leichtfertige Art und Weise Vertrauen verspielt wird, es muss doch möglich sein, Kostenrahmen für die unterschiedlichsten Dinge seriös zu ermitteln, in Unternehmen gelingt dies doch auch! Meistens zumindest, die anderen landen beim Insolvenzgericht. Wie auch immer diese Situation entstanden ist, die Verantwortlichen haben der Sache einen Bärendienst erwiesen. Wir geben ja die Hoffnung nicht auf, dass die Arena tatsächlich gebaut wird und Lüneburg wieder so in den Fokus von potenten Veranstaltern gerät, die das hochwertige kulturelle Angebot in der Region erweitern könnten. Schön wäre es, wenn man wieder dahin käme, den Bürgern (Wählern) solide Finanzierungsmodelle vorzustellen, das betrifft die Arena, das betrifft aber auch die Elbbrücke. Wir Stadtlichter sehen uns natürlich in der Pflicht, für alle, die nach ernüchternden Themen Zerstreuung suchen, in dieser Ausgabe wieder unendlich viele und verschiedenste Veranstaltungen, Theater, Konzerte, Filme, Feste, Partys, Comedy, Ausstellungen, Literatur und mehr zusammenzustellen. Der Frühjahrsmarkt lockt zudem Ende April ganz Lüneburg auf die Sülzwiesen, während Anfang des Monats schon Hunderte Wohnmobilisten aus der ganzen Republik den Festplatz bevölkern und sich an Lüneburg erfreuen werden. Und das Thema unserer Wirtschaftsserie Top-Adressen lenkt diesmal auf zehn Seiten den Blick auf die Unternehmensvielfalt in der Gemeinde Adendorf…

In den April schicken wir Euch in dieser Ausgabe tatsächlich nicht, obwohl es uns in den Fingern juckt. Ihr braucht also nicht danach zu suchen, alle angekündigten Events sind echt! In diesem Sinne wünschen wir Euch einen schönen, jetlag-freien Start in die Sommerzeit.

Eure stadtlichter

Bewegung

editorial

Wir müssen unsere Zukunft eben selbst gestalten“ … „wenn ihr Erwachsenen es schon nicht tut“… so oder ähnlich würde wohl der Satz einer Schülerin enden, hätte sie ihn zu Ende sprechen wollen. Das letzte Mal, dass sich Tausende Schüler auf die Straße stellten, war der Aufstand gegen das Turbo-Abi „G8“ im November 2008. Das letzte Mal in der jüngsten Zeit, dass sich Schüler öffentlich formierten, galt dem eindrucksvollen Bekenntnis gegen Rassismus und Gewalt. Nun ist es die „Generation Greta“, die sich lautstark einmischt, mutig ihre Rechte für ihre Zukunft einfordert, freitags protestierend auf die Straße geht und alle Welt auffordert, endlich etwas gegen die Klimaveränderung zu tun. Schule schwänzen ist zu kurz gegriffen. Sie will und sie wird etwas bewegen, da sind wir sicher. Es gibt ihn also doch noch, den Blick nach vorn – statt aufs iPhone. Um Zukunftsgestaltung – nämlich die berufliche – ging und geht es in diesen Wochen auch bei den Ausbildungsbörsen in der Region. Das ganze Spektrum beruflicher Bildung in allen Bereichen von Handwerk und Gewerbe, von Pflege und Medizin, von Handel, Logistik und Dienstleistung, von öffentlicher Verwaltung und IT zeigt sich hier von der charmantesten Seite und wirbt um junge Leute für Ausbildung, Studium, Qualifizierung. Das nächste Mal am 23. März in der IGS – siehe auch S. 45/46. 

Und für die freie Zeit nach Feierabend und an den Wochenenden empfehlen wir Euch ganz besonders einen Blick auf die zahllosen Angebote in unseren Kultur- und Veranstaltungsseiten, in denen so manches Highlight in Lüneburg, Lauenburg, Winsen, Bad Bevensen, Uelzen und auch in Hamburg zu finden ist, ob Kultur- und Kneipennacht in 15 Lauenburger Locations, ob das Pasadena Roof Orchestra in der Stadthalle Winsen, Götz Alsmann im Kulturforum, Ingo Appelt in Bardenhagen oder beste Comedy mit Sertaç Mutlu, mit C. Heiland und Simon Stäblein, jeweils im Salon Hansen – präsentiert von stadtlichter. Wer flott an den E-Mail-Tasten ist, hat auch in dieser Ausgabe wieder die Chance, richtig Kohle zu sparen und mit uns Eintrittskarten für verschiedene Events zu gewinnen, sogar zwei pralle Dom-Pakete, also Gutscheinhefte im Wert von je 200 Talern für den Hamburger Frühjahrsdom sind darunter. Abgesehen davon: stadtlichter lesen ist immer ein Gewinn… 

In diesem Sinne, genießt weiterhin den Winter in seiner Light-Ausgabe, lasset Euch treiben, bewahrt Euch die Mobilität (übrigens das Motto des ersten Verkaufsoffenen Erlebnis-Sonntags am 31. März in Lüneburg) und bleibt uns gewogen.

Eure stadtlichter

Pappnase

editorial

Bald geht sie auch im nüchternen Norden wie auch in den entlegensten Stellen dieser Welt wieder los, die närrische Zeit. Zwar nicht unbedingt überall mit Frohsinn und Pappnase, aber närrisch mutet es schon an, wenn zum Beispiel der mächtigste Mann der einst mächtigsten Macht der Welt sich anschickt, eine Mauer zu bauen, um Flüchtende fernzuhalten. Und trotzig den Shutdown ausruft, um das Geld dafür aus dem US-Etat freizupressen. Im Gegensatz zu Walter Ulbricht macht Trump auch keinen Hehl daraus, sagt nicht, dass keiner die Absicht habe, eine Mauer zu errichten. Es jährte sich am 20. Januar übrigens zum zweiten Mal der Tag, an dem der 45. US-Präsident vereidigt wurde. Nach George W. Bush ist er der zweite Präsident, der die Wahl nach Wählerstimmen zwar verlor, aber aufgrund des Wahlrechts der USA trotzdem Präsident werden konnte. Karneval? Bitterer Ernst. Auch dass die EU mit dem Brexit zu bröckeln beginnt und in Brüssel ausgerechnet die Zahl derjenigen Abgeordneten zunimmt, die es sich zum Ziel gesetzt haben, eben dieses Parlament, für das sie gerade kandidieren, abzuschaffen – auch das ist kein Karneval. Bitterer Ernst. Zum Glück gibt es viel Gegenwind, zum Beispiel in der Vielfalt der Kultur, die es zu pflegen lohnt. Im Kleinen wie im Großen. Im täglichen Miteinander, in Familie, Arbeitswelt, Begegnung und Veranstaltung, in der Literatur wie in der Malerei, im Theater wie auf der Leinwand, bei Musik und Tanz, mit Vertrauten wie mit Fremden. Und das schon jetzt üppige Angebot in der Region wird zusehends größer, wie ein Blick in unsere Veranstaltungsseiten und Terminkalender, die Vorschauen auf Festivals und Konzerte verrät. Mit dem Audimax der Lüneburger Leuphana ist gerade eine tolle Location für hochklassige Veranstaltungen hinzugekommen, der Start der Bauarbeiten für die Arena Lüneburger Land verspricht zudem in absehbarer Zeit ein weiteres Podium für Großveranstaltungen aller Art zu bieten, nicht nur für Musik und Sport.

Nie zuvor war die Kultur insbesondere in dieser Region so facettenreich, so vielfältig, so präsent, so offen. Dass gerade jetzt junge Leute auf die Straße gehen, um für Menschlichkeit und Toleranz zu werben, aber auch für den Schutz von Klima und Umwelt ihre Stimme erheben, das macht schon Mut.

In diesem Sinne: Packen wir‘s an. Jeder ein bisschen.

Eure stadtlichter

Die Kuh ist vom Eis…

editorial

Der meteorologische Winter hatte noch nicht ganz begonnen, da war schon „die Kuh vom Eis“. Nach sechs Jahren endloser Diskussionen ist das Produkt nun gereift und die Mehrheit der Kreistagsabgeordneten hat sich in öffentlicher Sitzung und offener Stimmabgabe (38:20) für den Bau der „Arena Lüneburger Land“ ausgesprochen. Zur Freude vieler, allen voran die Volleyballer der SVG Lüneburg, die gerade mal vier Tage vor der Abstimmung mit einem 15:13-Sieg gegen den amtierenden Meister Berlin Volleys das Ticket für das Pokalfinale am 24. Februar lösten. Stellvertretend für viele Künstler und Eventplaner darf sich auch Campus-Chef Klaus Hoppe freuen, der ja seit geraumer Zeit mit den Hufen scharrt, nimmer müde werdend, überzeugende Plädoyers für die Arena zu halten. Apropos Eis: Nicht ganz so erfolgreich zeigt sich der AEC derweil, dessen Kuh steht sprichwörtlich noch auf dem Eis, nachdem Trainerwechsel und Neuaufstellung erstmal Tribut forderten. Gut Ding will wohl Weile haben. Auch weil durch Insolv- und Turbulenzen einiger Nordclubs oft unklar ist, gegen wen aus welcher Liga man eigentlich wirklich antritt.

Wir Stadtlichter wünschen allen Lesern und Inserenten ein tolles und erfolgreiches 2019 – packen wir’s an. Und es geht auch gleich gut los, werft Blicke in unsere Termineseiten. Vollgepackt mit Theater und Film, Chor und Konzert, Ausstellung und Atelier, Party und Pappnase. Es ist eine wahre Freude. 

Apropos Vielfalt: Wir haben den Jahreswechsel dazu genutzt, statt unserer üblichen Reportage den Präsidenten der Leuphana Universität zu bitten, einmal in einem Abriss darzustellen, was die Leuphana eigentlich heute ausmacht und leistet. Wohlgemerkt, die Leuphana Universität ist mehr als ein – zugegeben polarisierendes – Zentralgebäude. Übrigens, abgesehen von Lehre und Forschung hat es die Vermarktungsgesellschaft geschafft, eine ganze Reihe zum Teil inzwischen ausverkaufter Veranstaltungen im LeuMaxx, sorry, im Audimax der Leuphana zu organisieren. Und die Gastro soll auch bald funktionieren.

Wir dürfen gespannt sein… besser gesagt, wir freuen uns sehr auf das eine oder andere.

In diesem Sinne

Eure stadtlichter

Farbwechsel

editorial

Endlich kommt sie wieder, die Zeit mit heimeligem Kerzenschein auf Adventskränzen, mit dem würzigen Duft von Weihnachtsgebäck und Glühwein – und den zumindest in Lüneburg aus Bechern mit dem Libeskind-Bau als Motiv. Die Zeit der großen und vielen kleinen Weihnachts- und Kunsthandwerkermärkte, auf Marktplätzen ebenso wie in zahlreichen historischen Vierteln und Innenhöfen, auch in den Dörfern der Region. Geht’s Euch auch so, dass Ihr Euch nach den ganzen Amerikanismen von Halloween, Thanksgiving, Sale, Supersale und Megasale, von Schwarzen Freitagen und ganzen Wochen, bei einem Billigflieger (unglücklicherweise) gar Black Flyday genannt, Cyber-Montagen und was weiß ich noch alles, so richtig nach beschaulicher, besinnlicher klassischer Adventszeitstimmung sehnt? Den vorgezogenen Weihnachtskaufrausch gegen Gedanken eintauscht, wann ist meine Stadt wieder beleuchtet, wann belebe ich meine sozialen Kontakte wieder und gehe mit Familie, mit Freunden oder Kollegen zu einem Weihnachtsmarkt, wie soll denn diesmal der Weihnachtsbaum aussehen, was gibt’s Leckeres zu den Feiertagen? Was man so zur persönlichen Entschleunigung tun kann, ganz, ganz viele Ideen zu diesen Themen findet Ihr in dieser stadtlichter-Ausgabe. Apropos Entschleunigung, nicht die Herzfrequenz der AEC-Fans bei den ersten Siegen der Saison in Pokal und Liga mit dem neuem Trainer, nicht die der SVG-Fans beim 3:1 in Frankfurt, auch nicht das Herzflimmern bei frisch Verliebten, sondern das lebensbedrohliche Vorhofflimmern ist das Thema unserer aktuellen Reportage in dieser Ausgabe. Im Gegensatz dazu bieten wir auf vielen Seiten Tipps und Termine, die das Herz erfreuen sollen, auch viele Veranstaltungen im kommenden Jahr, deren Karten gut unter Euren Weihnachtsbaum passen werden, vom Konzert übers Ballett bis zur Oper, von Comedy übers Kabarett bis hin zu den großen Festivals in der Region, allen voran das OPEN R in Uelzen und das A Summer‘s Tale in Luhmühlen. Etwas gemeinsam mit dem Beschenkten erleben zu können… doppelte Freude. Das Herz höher springen lassen, dieses Gefühl können wir einigen Lesern auch in dieser Ausgabe schenken, dann, wenn sie als Gewinner einer unserer tollen Verlosungen in diesen Seiten benachrichtigt werden. Auch die 18-jährige Jacqueline Dittmers konnte gerade erst hr Herz springen spüren, wurde sie doch zur Adendorfer Eiskönigin gewählt. Glückwunsch! 

In diesem Sinne, genießt die Zeit der Vorfreude, genießt die stadtlichter-Lektüre. Wir wünschen Euch eine schöne, besinnliche Vorweihnachtszeit und ein frohes Fest! Am 28.12. ist dann, pünktlich wie immer, die Januarausgabe der stadtlichter überall erhältlich.

Eure stadtlichter

Heisse Phase

editorial

Es geht heiß her. Nein, diesmal nicht gemeint in Richtung Klima und Fahrverbot, Landtagswahlen und Watschenbäume, sondern beispielsweise der Start in die Glühwein-Saison. Allerorten wird bereits kräftig aufgerüstet, um Glühwein weiß oder rot, mit oder ohne Schuss, Lumumba, Eierpunsch und ähnlich Teufelszeug rechtzeitig zum Beginn der Adventszeit zum Dampfen zu bringen. Natürlich in der Hoffnung, dass spätestens einige Tage vor dem 1. Advent der Sommer vorbei ist, die letzten Freibäder geschlossen sind und alle Fähren wieder fahren können – bevor das Elbe-Rinnsal möglicherweise bald zufriert. Verkehrte Welt. Heiß her geht’s schon seit ein paar Wochen im heißesten Kühlhaus des Nordens, dem Walter-Maack-Eisstadion. Der AEC ist zwar in den ersten Spieltagen noch nicht so richtig in Schwung gekommen, aber Verantwortliche und Spieler sind voller Zuversicht und Energie. Das müssen sie auch, denn der November stellt die Adendorfer Kufen-Cracks gleich vor drei große Herausforderungen: Bremen, der HSV und Nordhorn machen hier ihre Aufwartung. Auch die Bundesliga-Volleyballer haben im November eine Reihe Herausforderungen zu bestehen, während die Salzstadtkeiler, Lüneburgs Inlinehockey-Truppe, bereits ihre Regionalliga-Meisterschaft in der Tasche haben. Heiße Zeiten auch für die vielen ausgehfreudigen Lüneburger und Gäste, denn gleich am 3. November laden 18 Lüneburger Locations zur 14. Nacht der Clubs ein. Der Clou: 18 Mal Livemusik und nur einmal 8 Euro Eintritt zahlen.

Noch einmal sei das Wort heiß hier bemüht, denn für die Schulabgänger 2019 beginnt jetzt die heiße Phase in Sachen Berufswahl. Damit die gut gelingt, bieten jetzt bereits zwei Veranstaltungen professionelle Hilfen für Schüler und deren Eltern an, die Ausbildungsbörse der Arbeitsagentur in Uelzen und die Messe parentum in der Oberschule am Wasserturm in Lüneburg. Aktiv mit dabei sind zahlreiche Ausbildungsbetriebe der Region mit ihren Angeboten. Der frühe Vogel…

Apropos Wurm: Der ist offensichtlich drin in der bunten Shopping- und Gastrowelt der Hansestadt. Jedenfalls kann man aktuell gar nicht darüber hinwegsehen, wie viele Betriebe in den Flaniermeilen Lüneburgs dunkel sind. Das ist in der Gastro-Meile Schröderstraße besonders auffällig, aber auch in guten Lagen der Grapengießerstraße klaffen unübersehbare Lücken. An unserem Stammtisch haben wir Passanten nach ihren spontanen Ideen für diese vielen Leerstände gefragt. Mehr auf Seite 14. Da eine Reihe unserer Weihnachtsmärkte bereits in der Woche vor dem 1. Advent öffnen, allen voran der größte Markt der Weihnachtsstadt Lüneburg vor dem Rathaus, haben wir in dieser Ausgabe schon mal eine Vorschau für euch zusammengestellt.

In diesem Sinne wünschen wir Euch allen einen guten Start in die graue Zeit, hellt sie Euch einfach auf mit den vielen Angeboten an Kultur, Comedy, Musik und Geselligkeit, zum Beispiel beim After-Work-Punsch mit Kollegen, Freunden, Familie.

Eure stadtlichter

Heisser Herbst?

editorial

…ist das nicht toll? Du trittst im Beruf voll daneben und bekommst zur Strafe eine Beförderung, also einen besseren Job mit mehr Geld angeboten? Und wenn jemand mault, wird einfach eine neue Planstelle für Dich erfunden, „Sonderberater” heißt sie. Klingt nicht nach freier Wirtschaft, oder? Ist es auch nicht. Es ist Unmut erzeugendes, verdrießliches Staatshandeln. Die älteren unter den Lesern kennen vielleicht noch die TV-Serie aus dem ZDF übers „Königlich bayerische Amtsgericht”. Ähnlichkeiten zu der Possenserie über die „gute, alte Zeit” von Gerhard Lohmeier sind sicher zufällig. Aber im Ernst, eines der Grundprobleme der aktuellen Misere macht der Koalitions-Schlingerkurs gerade deutlich: Der Gesetzgeber muss endlich einen gemeinsamen Termin für alle Landtagswahlen schaffen, es kann doch nicht sein, dass durch Dauer-Länderwahlkampf und damit zusammenhängende Befindlichkeiten die Bundespolitik gar nicht mehr stattfindet. Selbst EU-Partnerländer fragen schon unverhohlen, wann in Deutschland denn wieder regiert werde. Man könnte meinen, die „großen Volksparteien” (mein Deutschlehrer von damals hätte jetzt rot an dieser Stelle angemerkt „veralteter Sprachgebrauch”) lassen im Moment nichts unversucht, den Rechtspopulisten die Stimmen in Maaßen, sorry, in Massen zuzuschanzen.

Genau so aufregend, gar mörderisch – aber auf literarischem Terrain – ist das, was sich in Lüneburg in den nächsten Wochen beim 9. Krimifestival abspielen wird, ein Reigen großer Autoren ist in dem Programm dazu in dieser Ausgabe zu finden. Und wer sich in Lüneburgs Unterhaltungsszene tummeln möchte, dem empfehlen wir zum einen die Nacht der Clubs, mit einem einzigen Ticket viele Live-Acts in den Locations der Stadt, zum anderen die Live-Events mit den Besten aus der Comedian-Szene, präsentiert von FKP Scorpio und stadtlichter. Apropos Events: Bis ein neuer Geschäftsführer für die Lüneburg Marketing GmbH gefunden ist, führt Ralf Hots-Thomas, Mitglied der Geschäftsleitung eines Hamburger Unternehmens, das auch Stadt- und Tourismusmarketing betreibt, als Interims-CEO in Teilzeit die Geschäfte.  

Auch im Sport geht‘s weiter, die Ligen sind wieder aktiv, und nachdem die Sommerhitze passé ist, kann auch der Adendorfer EC in der Regionalliga Nord an den Start gehen. Zum Thema Sportstätten: Leider parallel zu unserem Druckbeginn hat sich (hoffentlich) die Mehrheit des Lüneburger Kreistages dafür entschieden, mit der Campus Management GmbH den Betreibervertrag für die Arena zu schließen. Die europaweite Ausschreibung für die umfangreichen Gewerke für das gut 12 bis14 Millionen Euro teure Objekt, das Lüneburg als Ort für Kultur und hochklassigen Sport attraktiver machen soll, ist raus, mit den Angeboten rechnet die Verwaltung noch im Oktober. Weiteres Thema war die Wiederaufnahme der Planung für eine Elbquerung bei Neu Darchau, die die Wiedervereinigung des Landkreises Lüneburg sinnvoll vollenden müsste. Ganzjährig. Bei Hitze und Frost. 

In diesem Sinne, genießt den stürmischen Herbst, in welcher Form auch immer… 

Eure stadtlichter

Woher der Wind weht…

editorial

…ist städtebaulich von großer Bedeutung. Hättet Ihr‘s gewusst? Ein vom Lüneburger Stadtrat in Auftrag gegebenes Klimagutachten durften sich kürzlich die Mitglieder der Fachausschüsse und interessierte Bürger zu Gemüte führen, die Geo-Net-Experten aus Hannover legten dar, wo Lüneburg die Hebel ansetzen muss, will es klimaverantwortlich handeln und Lebensqualität erhalten. Stadtklima-analyse heißt das Stichwort, das tatsächlich auch die Frage danach aufwirft, woher der Wind weht; konkret, auf welchen Wegen kommt Kaltluft in „städtische Wärmeinseln“ und welche Rolle kommt den Grünflächen, den Flussauen und der Ilmenau zu. Nächtliche Differenzen bis zu 8 Grad finden sich bei Wetterlagen wie in diesem Sommer zwischen Außenbereichen und Altstadt. Apropos Wind: Lüneburgs Marketinggesellschaft ist nach vorzeitigem Ausscheiden des Geschäftsführers „wieder mal“ führungslos (aber die Mitarbeiter werden’s „wieder mal“ richten, sie haben ja inzwischen Übung darin), und das politische Führungsteam der Hansestadt ist nach Rücktritt des Bürgermeisters Dr. Scharf mit der Wahl von Christel John (CDU) wieder komplett. 

Das Klima war ja den langen Sommer über das Thema schlechthin. Hitzerekorde in Höhe und Dauer, Dürre in der Landwirtschaft, Ebbe in der Elbe und katastrophale Brände waren die Schreckensnachrichten. Da fiel die Freude über einen Supersommer ja eher sparsam aus, manchmal hatte man schon ein schlechtes Gewissen beim Sonnencremekauf. Irgendwie outete man sich dabei als jemand, der oder die den Sommer allen Widrigkeiten zum Trotz genießen wollte, an Ostsee, Nordsee, Inselsee oder auf dem Balkon. Die Kneipenmeilen der Innenstädte, ob an der Ilmenau, Elbe oder an der Luhe gelegen, feierten hierzulande ungewohntes mediterranes Flair… Aber: Alles hat seine Zeit, und so wenden wir uns blitzschnell anderen Themen zu: Der September wird mit der historischen Handwerkerstraße in der westlichen Altstadt eingeläutet, die Feierei geht weiter mit dem Zillertaler Abend, mit dem 33. Lüneburger Oktoberfest und dem Herbstmarkt (7.-11.9.) auf den Sülzwiesn und mit den Festspielen zu den Sülfmeistertagen. Auch im Luhepark geht’s zünftig her beim Winsener Oktoberfest vom 21. bis 30. September.  Und Indoor geht’s wieder los, Comedy steht an, auf allen Kanälen. Theater, Kino, Konzert und Party: der Terminkalender ist voll davon (auch als App für Android runterzuladen). Außerdem sei ein herzlicher Glückwunsch in Richtung Theater gesandt: In der letzten Spielzeit konnte Intendant Fouquet mehrals 120.000 Besucher begeistern, mehr als je zuvor und eine Riesenleistung für das Team des Dreispartentheaters, vom Pförtner über die Kostümschneider, Schauspieler, Sänger, Tänzer bis zum Zahlenjongleur! Hochachtung! 

In diesem Sinne wünschen wir Euch allen einen schönen Start in die neue Zeit, in der man wieder Socken und Jacketts und lange Hosen trägt und alle Reize versteckt – wenn man von Krachlederner und dem feschen Dirndl mal absieht… 

Eure stadtlichter

Fofftein? Fofftein!

editorial

15 Kerzen müssten in diesem Jahr auf der Geburtstagstorte brennen für 15 Jahre stadtlichter. Kaum zu glauben, wie die Zeit rast 2003 hat die Journalistin Katja Müller die stadtlichter aus der Taufe gehoben, zunächst unter dem Namen „projekt 41/31“ als Stadtmagazin für Lüneburg und Umgebung, daraus wurde kurz später dann „stadtlichter“ und bezog Uelzen, Bad Bevensen und Winsen mit ein. Mit dem Wandel Lüneburgs von der Garnisonsstadt zur Universitätsstadt zog das kulturelle Angebot an, die Kneipenszene veränderte sich, der Einzelhandel wandelte sich, Lüneburg hatte ein neues, dynamisches Eigenleben entwickelt. Beste Voraussetzungen also, hier ein Stadtmagazin, ein Veranstaltungsmagazin zu etablieren.  15 Jahre stadtlichter, seit 2011 erscheinen sie im NordMagazine Verlag, sind ein Anlass, auch mal fofftein zu sagen, mal innezuhalten, Luft zu holen, mal zu schauen , wo stehen wir eigentlich jetzt mit dem „Projekt stadtlichter“. Und mit ein wenig Stolz mögen wir sagen, wir sind mit dem, was wir tun, mitten in der Region angekommen, haben viele große und kleine Veranstalter, professionelle Anbieter, Künstler, Kulturschaffende jedes Genres mit ihren Angeboten und Anliegen ins Boot holen können, um jeden Monat zwar längst nicht alles, aber eben doch vieles bieten und empfehlen zu können. Wir erfahren immer wieder aufs Neue, wie groß das Interesse an stadtlichter ist, die Reaktionen bei unseren Stammtischaktionen, auf Kartenverlosungen und Gewinnspiele spiegeln dies auch eindrucksvoll wider. Wir sind jetzt genau dort, wo wir hin wollten: Wir sind bei Euch angekommen. Zum Leben in der Region gehört natürlich noch viel mehr als nur die Freizeit zu gestalten, und so sind wir auch darüber erfreut, dass so viele Inserenten aus Handel, Handwerk und Dienstleitung die stadtlichter nutzen, um immer wieder aufs Neue ihre Werbung darin zu platzieren. Job & Karriere sind ebenso regelmäßige Themen in stadtlichter, auf diesen speziellen Seiten finden sich (auch in dieser Ausgabe wieder) seitenweise Stellenanzeigen für qualifizierte Arbeitsplätze, für Ausbildungs- und Studienangebote. Wir freuen uns, Euch heute eine besonders schöne Ausgabe präsentieren zu können, mit freundlichen Grußworten, mit herzlichen Wünschen, mit tollen Angeboten unserer Inserenten, mit Berichten über acht Festivals, mit vielen Verlosungen, darunter sogar ein Fahrrad, mit kleinen Döntjes über uns persönlich und mit ganz viel von dem, was wir am besten können: informieren, unterhalten.

Es ist uns eine Freude, dass Ihr unsere Leser und unsere Inserenten seid!

Eure stadtlichter