Feng Shui für Fortgeschrittene – der Garten
Feng Shui ist genau genommen eine Wohnharmonie-Lehre. Sie funktioniert, ob wir daran glauben oder nicht. Feng Shui analysiert die immer vorhandene Wirkung der Umgebung auf den Menschen. Dadurch können wir lernen besser damit umzugehen – auch im Garten. Ein Feng-Shui-Garten-Konzept beinhaltet die Nutzung der besten Orte, ein Umlenken oder Abschirmen der Störbereiche.
Es beinhaltet aber auch ein Gleichgewicht in der Natur gemäß deren Elementkonstellation zu schaffen und dort das Prinzip von Yin und Yang anzuwenden. „Denn wenn man ein Gleichgewicht in seiner Umgebung schafft, schafft es automatisch ein Gleichgewicht in sich selbst“, erklärt Roseciana Suherman, diplomierte Innenarchitektin und internationale Feng-Shui-Beraterin aus Deutsch Evern.
Trigramm – was ist das?
Jede architektonische Veränderung nach Feng Shui basiert auf einer Berechnung, die sich Trigramm nennt. Dabei sieht sich Suherman, neben den Geburtsdaten der dort wohnenden Personen, den gesamten Grundriss, inklusive Umgebung, an. Bezüglich des Grundrisses errechnet sie die Energie-Qualitäten der einzelnen Bereiche mit Hilfe eines speziellen chinesischen Kompasses. In Kombination mit der Elementenlehre und den Geburtstrigrammen der Bewohner ergeben sich demnach die bestmöglichen Sitz- und Liege-Positionen wie im nebenstehenden Grundriss eingezeichnet.
Gartenstruktur
Wie das Yin-Yang-Symbol, sind die Gartenbereiche getrennt und doch miteinander verbunden. Im Zeichen Yang gibt es auch Yin (der schwarze Punkt im weißen Yang) und im Yin gibt Yang (der weiße Punkt im schwarzen Yin). Es gibt also weder eine Absolutheit im Yang, noch eine im Yin. Im Gleichgewicht sorgt jeder zu seinem Anteil für Harmonie.
Im Südbereich, ist Yang an seinem Platz. Dort sollte es hell, luftig und steinig sein. Außerdem sollte es dort fließen. Im nördlichen Bereich ist Yin an ihrem Platz. dort sollte es schwer, schattig, weich und statisch sein. Ost und Südosten stehen unter dem Element Holz. Dort ist es günstig, einen Teich anzulegen – wie das Beispiel zeigt.
Der japanische Gartenstil, wie hier vorgesehen, lehnt sich stark an die Gebirgslandschaft und ist ausgezeichnet in Miniaturform umzuwandeln ohne die Schönheit der Weite und Klarheit zu verlieren. Dadurch erreicht man eine gewisse Großzügigkeit der Ganzheit.
Die Auswahl der Pflaster und Platten für die Bodenlegearbeit richtet sich auch wieder nach dem Trigramm: Hier sind es Grauwacke, Schiefer, Terrakotta, Kiesel- und Felssteine.
Das gesamte Konzept ist auf „Pflegeleichtigkeit“ angelegt. Monatelang können die Bewohner auch ohne große Gartenarbeit auskommen. Im Winter soll der Garten sehr viel Grün bieten. Vor allem die japanische Mauer bietet einen idealen Schutz für die privatere Atmosphäre. Eben schön, anmutig, fließend. (KM)
Was kann eine Umgestaltung nach Feng Shui kosten?
Eine Beratung ohne eine schriftliche Dokumentation und Resümee kostet beispielsweise bei Gewerbeobjekten 3 Euro 60 pro Quadratmeter. Voraussetzung für diesen Preis sind 90 Quadratmeter Objektgröße. Bei Auftragsgrößen unter 90 berechnet zum Beispiel Innenarchitektur & Feng Shui ein Honorar von 82 Euro pro Stunde. Die Fortsetzungsarbeit in den Innenarchitekturleistungen richtet sich nach der gültigen Honorarrichtlinie für Architekten und Ingenieure (HOAI).
Kontakt
Innenarchitektur & Feng Shui
Roseciana Suherman
Telefon (0 41 31) 97 73 11
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www.innenarchitektur-fengshui.de
Roseciana Suherman ist in Teluk-Betung, Indonesien, geboren. Sie studierte in Indonesien Ingenieurwesen und lebt seit 1984 in Deutschland. Hier ging sie auf die Fachhochschule in Wiesbaden mit dem Schwerpunkt Innenarchitektur. Dort hegte sie bereits Interesse für Feng Shui. Seit 1993 ist sie Freiberuflerin für verschiedene Architekturbüros. Seit 1997 arbeitet sie selbständig in ihrem Planungsbüro Innenarchitektur & Feng-Shui und erhielt 2001 die Auszeichnung Golden Feng Shui Design.