Sprout rockt
Sie sind die Gewinner des kürzlich durchgeführten Nachwuchsbandfestivals der Hansestadt Lüneburg: Jakob, Janto und Aron bilden die Band Sprout und rockten den Lüneburger Marktplatz. Mit ihrem Sound begeisterten sie ihre Fans. Genug Anlass den Sieger noch einmal genauer vorstellen. Sie haben Spaß, streiten und zicken wie in einer Beziehung.
Wie „frisch Verliebte“ gehen Bassist Jakob, 22, Schlagzeuger Janto, 21, sowie Gitarrist und Sänger (spielt auch manchmal Piano) Aron, 21, miteinander um. Die drei schonen ihre Stimmen beim Auftritt nicht. Sie sind beste Freunde und leben für die Musik. Zum Lebensunterhalt jobben sie und hoffen drauf, eines Tages von der Musik leben zu können.
Sagt mal, Ihr seid die Gewinner des Nachwuchsbandfestivals. Was war das für ein Gefühl?
Janto: „Auch wenn ich vorher keine Erwartungen hatte, habe ich mich doch über den Sieg gefreut.“
Jakob: „Als Schatzmeister kann ich nur sagen, endlich ist unsere Bandkasse wieder im Plus. Die 750 Euro konnten wir zur Deckung der Produktionskosten für die CD „Monkeys in Silk“ gut gebrauchen.“
Aron: „Der erste Platz ist Ehrensache.“
Hört, hört! (Gelächter) Wo sind die musikalischen Wurzeln Eurer Musik angesiedelt?
Aron: „Viele hören die Einflüsse von Beatles, Doors und Blur heraus.“
Janto: „Vom Stil würde ich uns als Indie bezeichnen. Meine musikalischen Wurzeln sind allerdings Bob Marley und Hip Hop. Ich denke aber nicht, dass man das heraushört.“
Jakob: „Für mich ist die Liebe zum Detail wichtig. Wir pflegen unseren eigenen Stil und entwickeln uns ständig weiter. Unsere Musik ist so etwas wie ein Soundtrack expliziter Momente, mal ironisch mal ernst, alles ist dabei.“
Jetzt kommt die typische Frage nach dem Bandnamen: Wie seid Ihr auf den Namen „Sprout“ gekommen?
Jakob: „Ich nahm ein Dictionary und schrieb einige passende Namen heraus. Sprout ist es dann geblieben. Im Rückblick hat sich der Name als passend erwiesen, da unsere einzige Konstante die Weiterentwicklung zu sein scheint.“
Wie lange spielt Ihr schon zusammen?
Aron: „Die Band Sprout haben wir 2003 gegründet. Janto ist allerdings erst seit 2007 dabei. Seitdem gehen wir das Musikmachen professioneller an.“
Wie entstehen Eure Songs?
Aron: „Die musikalischen Ideen bringe ich zur Bandprobe mit und dann werden diese Fragmente von uns dreien ausgearbeitet.“
Jakob: „Im zweiten Anlauf entsteht dann ein kreativer Prozess, wo sich Arrangement, Text und Chöre verbinden.“
Janto: „Wir probieren und üben immer wieder bis wir den Song dann bei einem Auftritt ausprobieren.“
Ihr seid eine Live-Band, wie viele Auftritte absolviert Ihr pro Jahr?
Jakob: „In diesem Jahr werden es wohl über 20. Bisher haben wir rund 80 Mal auf der Bühne gestanden.“
Wovon „träumt“ Ihr als Band?
Aron: „Wir möchten von der Musik leben können. Wenn ich Musik mache weiß ich,
warum und wofür ich lebe.“
Jakob: „Dass wir unseren Stil soweit bringen, dass wir einen eigenen Weg gehen können. Dann wären wir an dem Punkt, der einen als Band frei sein lässt.“
Was fehlt Euch zurzeit?
Aron: „Beim letzten Auftritt ist mir der Gitarrenhals gebrochen. Nun brauche ich eine Neue bis zum nächsten Gig.“
Janto: „Mir fehlt das Geld für einen guten Beckensatz.“
Na, dann kam das Preisgeld ja wirklich genau richtig! Wo spielt Ihr als nächstes?
Janto: „Wir treten in Lüneburg, Hannover und beim Stemweder Open Air auf.“ (s. Kasten)
So, und jetzt kommt Werbung! Wo kann man Eure neue CD kaufen?
Jakob (lacht): „Natürlich auf unseren Konzerten, online bei www.shop.hanseplatte.com und im Musiksalon „Wort und Ton“, zwischen Nudelkontor und Stint in Lüneburg!“ (CD)
